600 T€ sind doch kein PAPPENSTIEL!


Da steht er nun, der Obelisk, auf dem Königsplatz von Kassel, 16 m hoch, leise aber kein bisschen weise. Er ist ein Kunstwerk aus der dXIV. Sicherlich kein schlechtes Kunstwerk und irgendwie vielleicht sogar eine Bereicherung des Platzes. So denkt die Stadt wohl auch und hat entschieden, dieses Kunstwerk zu übernehmen, Foto-73a-(01)b-600tausendallerdings ist die Finanzierung noch nicht geklärt. Und was resultiert daraus? Na klar, ein Spendenaufruf an die Bürger. Das wäre ja eigentlich ein völlig normaler Prozess, den Bürger in die kulturelle Gestaltung der Stadt einzubinden, wenn da nicht die horrende Forderung des Künstlers wäre. Der verlangt sage und schreibe 600.000,00 € für diesen spitzen Stein. Also Leute, ich bekomme schon bei Lesen dieser übertriebenen Forderung Atemnot. Sicherlich, Kunst gehört zu Kassel wie Kassel zur Kunst, aber ich finde, auch Künstler sollten Fairness walten lassen und Stadtkassen nicht als Melkkuh betrachten. Ich schätze mal, dass ohnehin nicht genügend Gelder aufgetrieben werden und der Künstler sein Kunstwerk wieder mit nach Hause nehmen kann. Vielleicht lernen dann auch die anderen Künstler daraus, dass sie den Bogen nicht überspannen sollten damit nicht auch über die Kunst an sich dunkle Wolken aufziehen, wie auf den Fotos.

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leuchtender WINTER


Und drängt der Winter noch so sehr
mit trotzigen Gebärden,
und streut er Eis und Schnee umher,
es muss doch Frühling werden.
Blast nur, ihr Stürme, blast mit Macht,
mir soll darob nicht bangen,
auf leisen Sohlen über Nacht
kommt doch der Lenz gegangen.

Emanuel Geibel (1815~1884) deutscher Lyriker

62-62b089-leuchtenderWinterBlick über die Dönche, Kassel