wechselhaft


Foto-78a-(20)-Wechselhaft

Sonnenschein ist köstlich,
Regen erfrischt,
Schnee erheitert.
Es gibt kein schlechtes Wetter,
es gibt nur verschiedene Arten
von gutem.

Sagte einst John Ruskin (1819~1900) der ein
britischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph war.

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Gib Dampf Papa


Foto-86d-(33)c-dampfTja, das ist sie, meine Dampfmaschine (-Walze), die heute noch existiert, aber mittlerweile dauerhaft als Dekoration ihren Platz im Regal gefunden hat. Sie ist noch voll funktionsfähig und der Kessel wird mit Trockenbrennstoff beheizt. Vor gut 35 Jahren habe ich sie mir zu Weihnachten schenken lassen. Ich konnte es nicht fassen, als ich sie auspackte, denn meine Frau hatte tief in die Geldbörse greifen müssen. Ich war beim Auspacken dermaßen begeistert, dass ich bis spät in die Nacht damit spielte und dampfte. Das hielt das wertvolle Gerät leider nicht aus, weil das Material ermüdete und der Kessel undicht wurde. Ein Schock und den Missmut meiner Frau musste ich zusätzlich über mich ergehen lassen. Gleich nach Weihnachten habe ich sie reklamiert und so getan, als könnte ich nichts dafür, dass sie nicht mehr funktionierte. Der Hersteller war kulant und schickte mir einige Zeit später eine Nigelnagelneue. Als ich die dann auspackte, war die Freude noch größer, denn sie hatten mir anstatt der einfachen die Edelversion (Vollmessing) geliefert.
Foto-86d-(33)b-dampfIch wälzte mich vor Freude mit Frau und Dampfmaschine auf dem Teppich herum. Als meine Euphorie so langsam abebbte, unternahm ich mit meiner kleinen Tochter (damals ca. 4 Jahre alt) ein Wettrennen quer durch das Wohnzimmer. Zunächst war meine Dampfmaschine schneller, aber dann – als der Wasserdruck nachließ – holte ihre kleine batteriebetriebene Lok auf. Das war ein ständiges Hin und Her und manchmal siegte sogar meine Dampfwalze zur Freude meiner kleinen lockigen Tochter. Sie kann sich heute noch an dieses herrliche Ereignis erinnern, das ihr und auch dem Papa enorme Freude bereitet hatte.

Schäfers Klagelied


Foto-86b-(69)-schäfers

Da droben auf jenem Berge,
Da steh ich tausendmal,
An meinem Stabe gebogen
Und schaue hinab in das Tal.

Dann folg ich der weidenden Herde,
Mein Hündchen bewahret mir sie.
Ich bin heruntergekommen
Und weiß doch selber nicht wie.

Da stehet von schönen Blumen
Die ganze Wiese so voll.
Ich breche sie, ohne zu wissen
Wem ich sie geben soll.

Und Regen, Sturm und Gewitter
Verpass ich unter dem Baum.
Die Türe dort bleibet verschlossen
Denn alles ist leider ein Traum.

Es stehet ein Regenbogen
Wohl über jenem Haus!
Sie aber ist weggezogen,
Und weit in das Land hinaus.

Hinaus in das Land und weiter,
Vielleicht gar über die See.
Vorüber, ihr Schafe, vorüber!
Dem Schäfer ist gar so weh.

Johann Wolfgang von Goethe (1749~1832)
deutscher Dichter der Klassik und Staatsmann

Dieses Foto schoss ich vor vielen Jahren auf einen DIA-Film. Ich hatte damals einen Abzug in 10×15 cm gemacht, auf den ich heute durch Zufall gestoßen bin. Das DIA zu suchen, wäre zu aufwändig gewesen, daher habe ich den Print vorhin digitalisiert und unter Anwendung des Rausch- und Staubfilters optimiert. Ansonsten ist das Motiv so wie es damals war. Ein echter Glücksfall, dass sich damals in dieser schönen Gegend zwischen Zierenberg und Wolfhagen (nahe Kassel) ein Schäfer samt Hund und Herde aufhielt und dann auch noch auf einer herrlichen Löwenzahnwiese, die man heute nicht mehr so häufig findet. Den Schäfer habe ich natürlich angesprochen und ihn gebeten, die Herde zu rufen und zusammenrotten zu lassen. Die Tiere waren nämlich auf der ganzen Wiese verteilt. Im Zusammenspiel mit seinem folgsamen Hund ist er meiner Bitte gerne nachgekommen. Ein bisschen Regie muss manchmal auch sein, um ein gelungenes Foto machen zu können. Dies ist nun das Ergebnis und ich bin mir eigentlich sicher, dass Goethe mein Foto auch gefallen hätte.

Ich will die 40 nicht!


Da lasse ich mich doch lieber von einem Hai fressen, denn in dessen Bauch ist es kühler *) Foto-86b-(46)-ich-willAber was will man machen, ändern können wir das Wetter nicht. Wir müssen es hinnehmen, wie es kommt.Foto-78a-(20)b-ich-will Und das mit dem Hai, werde ich aber noch einmal durchdenken, denn wir hier in Nordhessen bekommen diese Woche nur maximal 34 °C. Das sind ja sibirische Temperaturen gegenüber den Mitbürgern im Westen und Süden Deutschland´s, denn dort soll die Quecksilbersäule auf über 40 °C steigen. Foto-86b-(45)-ich-willIch wünsche ihnen natürlich, dass sie diesen Brutkasten schnell und ohne gesundheitliche Probleme hinter sich bringen. Und vielleicht werden wir als kleine Wiedergutmachung von Thor wenigstens mit einem schönen Sonnenuntergang entschädigt.Foto-83d-(19)-ich-will*) Witziges Spielzeug, dieser kleine Gummihai. Wenn man draufdrückt, flutscht das Bein heraus. 😀

Kunst & Technik


Foto-85e-(52)-KunstSelbst aus einem verzinkten Balkongeländer kann man ein kleines Kunstwerk schaffen. Struktur und Ornamente kommen hier bei näherer Betrachtung dominant zum Vorschein. Den Hintergrund (Detail des Nachbarhauses) habe ich diffus gehalten um nicht vom Hauptmotiv abzulenken.

Das ist eigentlich ein Zufallsschuss, denn ich wollte ursprünglich eine kleine Spinne, die auf dem Geländer herumkrabbelte, fotografieren. Als ich die Kamera hob, hat sie sich schnell verdrückt und somit blieb nur das Geländer ohne Spinne übrig, zur Freude der Blogger, die unter Arachnophobie leiden.

Wir haben übrigens einen herrlichen Blick in die Umgebung. Im Hintergrund sieht man sogar das Hohe Gras, Kassels höchste Erhebung (614 m über NN). Leider stört dieses nicht gerade attraktive Haus gegenüber. Aber man muss es schließlich auch nicht anschauen. 😉

Glauben


Foto-77b-(32)b-Glauben

Wenn Gott alles segnen würde,
worum man ihn bittet,
würde er sich,
juristisch gesehen,
der Beihilfe schuldig machen.

Sagte einst Jean Genet (1910~1986), der ein
französischer Romanautor, Dramatiker und Dichter war.

Genet hebt sich vor allem durch seine bildhafte Sprache hervor. In seinen autobiografisch gefärbten Werken tauchen hauptsächlich Zuhälter, Diebe und andere Randexistenzen ihrer Zeit auf. Genet trat 1929 in den Militärdienst ein, aus dem er jedoch desertierte. Wegen verschiedener Delikte wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt; 1948 erwirkten mehrere Schriftsteller, darunter Sartre und Cocteau, seine Begnadigung. Diese Erlebnisse wirkten sich direkt auf das Werk aus. Die Werke Genets werden neben homosexuellen auch stark von sadomasochistischen Motiven und moralischen Umwertungen geprägt. Seine Theater-Vorstellungen waren ihrer Zeit voraus und wurden von Rainer Werner Fassbinder auch im Film aufgegriffen (Quelle Wikipedia).