PANIK auf der wilhelmshöhe (die story)


Foto-79b (82)-PanikSicherlich werden viele den Bergpark auf der Wilhelmshöhe kennen. Es ist übrigens der größte Bergpark von Europa und liegt eingebettet im Reinhardswald oberhalb von Kassel. Ganz oben befindet sich der Herkules, das Wahrzeichen von Kassel. Ich habe schon mehrmals über den Park gepostet, aber heute fühle ich mich aufgrund jüngster Vorfälle veranlasst, erneut über ihn zu berichten. Foto-77a-(29)-PanikDas wohl berühmteste Bauwerk im Park ist das Schloss. Und da wäre ich schon beim Kernthema dieser Story. Vor dem Kriege hatte das Schloss eine wundervolle runde Kuppel. Die schmückte nicht nur das Antlitz, sondern passte sich auch dem Stil des im Klassizismus gestalteten Schlosses an. Foto-71b-(35)B-PanikRunde Kuppel und Schloss in Bad Wilhelmshöhe passten einfach perfekt zusammen. Aber dann kamen die bösen Bomben im 2. Weltkrieg, das Schloss wurde vollends zerstört und von der Kuppel sah man überhaupt nichts mehr. Es blieb von dem herrlichen Bauwerk nur noch eine Ruine übrig. Nach dem Kriege wurde das Schloss teilweise wieder aufgebaut und viele Jahre später dachte man, ohne Dach ist auch nichts. Also musste eins her. Geplant und letztendlich auch durchgeführt wurde allerdings zum Entsetzen der Kasseler Bürger ein Flachdach und keine wunderschöne runde Kuppel wie früher. Foto-71b-(35)ba-PanikViele Proteste und Unterschriftensammlungen nützten nichts. Es blieb beim Flachdach, was vielleicht auch zum flachen Denken der Planer besser passte. Nur dann nach Vollendung der baulichen Maßnahme gab es ein Problem. Unter dem runden Dach, also der Kuppel, hauste nämlich der Schlossdrache ALDUIN. Foto-68e-(39)ba-PanikDie meisten Schlösser haben ja Schlosshunde, die ständig frieren, aber die Stadt Kassel hat damals keine Kosten gescheut, sich einen echten Schlossdrachen zuzulegen. Das war ja immerhin eine sinnvolle Investition, denn in dem Schloss, das heute ein Museum ist, mussten wertvolle Sammlungen bewacht werden. Immerhin war kein teures Securitypersonal erforderlich, sondern lediglich Futter für den Drachen. Viele Metzger von Kassel spendeten sogar Fleischabfälle und ALDUIN war es letztlich egal, woher sein Futter kam. Aber dieses schreckliche flache Dach eben unter dem ALDUIN hauste. Es war bei weitem keine artgerechte Tierhaltung und ihm auf die Dauer einfach zu eng. Foto-71b-(38)ba-PanikFolglich hat sich ALDUIN oftmals am Kopf gestoßen, so dass sich im Laufe der Jahre rote Geschwülste bildeten. Irgendwann hatte ALDUIN die Nase voll, zerbrach die Ketten und büchste aus. Die wenigsten wissen, dass ALDUIN trotz harter Schuppen und spitzer Zähne ein weiches Herz hat und der Mensch nicht zu seinem Beuteschema gehört. Dennoch machte sich im Bergpark Wilhelmshöhe so langsam Panik breit und irgendetwas musste geschehen. Nur, was? Das konnte bis heute keiner beantworten. Aber vielleicht greift die neue Regierung mal dieses wichtige Thema auf und verschafft ALDUIN im Reichtag ein neues Zuhause. Dort befindet sich bekanntlich eine riesige Kuppel unter der sich ALDUIN glücklich, zufrieden und großzügig bewegen könnte. Schau´n wir mal. Aber bis dahin dauert und dauert und dauert es bestimmt noch und wer weiß, ob es überhaupt noch einmal eine deutsche Regierung gibt, die sinnvolle Entscheidungen treffen kann. Foto-71b-(40)ba-PanikAlso habe ich mich zunächst mit meiner Kamera auf die Lauer gelegt um ALDUIN zu fotografieren, was er so im Park treibt. Ich glaube die Fotos verschaffen den Eindruck, dass ALDUIN wirklich nichts Böses im Schilde führt. Er scheint sich im Park sogar wohl zu fühlen und genießt die frische Luft. Wie man sieht, hat er sogar seine Freude daran, auf dem Eis hin und her zu rutschen. Vielleicht gewöhnen sich sogar die Parkbesucher an ALDUIN, denn das Leben mit ihm könnte nicht nur an einem schönen Sonnentag sehr abwechslungsreich sein. Nur eines möchte ich vorsorglich erwähnen: „Hundebesitzer, die die Ködel im Park liegenlassen werden von ALDUIN sofort gefressen“.

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Das gemeinsame Leben kann so schön sein; sogar mit ALDUIN. 😉

LINIEN


Und wer Lust hat unter euch Hobbydeutern, kann mir ja anhand meiner Lebenslinien die Zukunft voraussagen. Übrigens einen Lottogewinn weiß ich schon. Waren aber leider nur 10.00 €, aber ich gebe die Hoffnung auf mehr nicht auf. 😀

HANS guck in die LUFT


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Tja, liebe Blogger, die olympischen Winterspiele in Pyeongchang sind nun vorbei. Ein tolles und phänomenales Spektakel in einem sympathischen Land. Nicht zu glauben, dass der Norden von Korea von einem bestialischen und größenwahnsinniger Diktator beherrscht wird, aber so etwas kennen wir Deutschen ja zur Genüge. Die Wettkämpfe wurden durch eine technisch perfekte Abschlussfeier gekrönt, in der Traditionelles und Modernes bewundert werden konnte. Was dieses Land Südkorea nicht nur bei diesem Event, sondern auch in den letzten 20 Jahren geleistet hat, ist beeindruckend. Also, ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber die Eindrücke der Spiele und Eröffnungs/Abschlussfeier werden mich noch eine Weile visuell begleiten. Natürlich freue ich mich auch, dass unsere Athleten so erfolgreich waren.

Und nun? Was fangen wir jetzt mit den langen Tagen ohne die Wettkämpfe an? Damit ich nicht in eine absolute Leere falle, oder planlos umherlaufe, wie „Hans guck in die Luft“, hätte ich eine Idee: Den überfüllten Mülleiner herunter tragen, sich neue Ziele setzen oder wieder seinen Hobbys nachgehen. Achso, Bloggen könnte ich übrigens ja auch mal wieder 😉 .

Und wer kennt noch, den „Hans gut in die Luft“? Es ist eine uralte Geschichte aus dem Kinderbuch „der Stuwwelpeter“. https://www.youtube.com/watch?v=c1tK_ewKuwg

Übrigens „Putetet-guckt-in-Himmel“ (siehe Foto) ist die moderne Variante von „Hans-guck-in-die-Luft“.

😀

NONNEN im schnee


Auch Nonnen
Sind sehr besonnen,

Wenn sie in der frischen Luft
Umhüllt von Nonnenduft

Bei Schnee und Glätte
Laufen um die Wette.

Auch Nonnen können rutschen
Und auf den Popo flutschen.
Selbst ein Gebet von Herzen
Hilft wenig bei Schmerzen.
Also laufen sie mit Bedacht
Und geben bei Glätte besonders acht.
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der WINTER


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Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet
Der blaue Himmel nur, und wie die Pfade gehen,
Erscheinet die Natur, als Einerlei, das Wehen
Ist frisch, und die Natur von Hell nur umkränzet.
Der Erde Stund ist sichtbar von dem Himmel
Den ganzen Tag, in Heller Nacht umgeben,
Wenn hoch erscheint von Sternen das Gewimmel,
Und geistiger das weit gedehnte Leben.

Friedrich Hölderlin (1770~1843) deutscher Lyriker