stürmisch


Foto-87c-(55)-stürmisch

Der Wind fegt durch die Blätter,
heut´ wird er bestimmt nicht netter.

Vielleicht wird er gar zum Sturm,
dann heulen Eulen hoch im Turm.

Im Herbst muss man sich daran gewöhnen,
also soll der Wind ruhig weiter dröhnen.

10-8=2


10 kleine Stare saßen auf Zweigen,
ein schöner Zwitscherreigen.
Als ich die Kamera zückte,
mich nur noch 2 anblickte,
denn 8 flogen wech,
so ein Pech. 😉

Foto-87b-(30)-10-8=2

Tröpfchen für Tröpfchen


Nass und munter,
rinnen kleine Töpfchen herunter.
An der Scheibe wird ihnen bange,
denn dort rinnen sie nicht lange.
Aber dunkle Wolken ziehen wieder auf
und klatschen weitere Tröpfchen drauf.
Nur die liebe Sonne macht ihnen den Garaus,
dann ist´s für Tröpfchen „aus die Maus“.

Foto-87a-(06)-Tröpfchen

Momentaufnahme am 30.09.2019 um 13.oo Uhr. Fotografiert habe ich durch die Scheibe im Wintergarten, entlang der Hauswand mit Blick in den Garten. Der „dicke“ Tropfen unten rechts ist real nur 2 mm groß. Meine Frau meint, die Tropfen sähen unnatürlich aus. Das liegt aber an den Reflektionen der Doppelverglasung und der starke Herbstwind wehte an die Tropfen und gab ihnen bizarre Formen.

Technische Daten:
F/45 – ISO 200 – 1/8 Sek. – BW 127 mm – Blichtungskorr. keine

Abendliche Elster


Foto-86d-(27)b-abendliche

Die Elster in der Abendsonne,
ist ne´ Hingucke und ne´ Wonne.

Sie ist zwar diebisch und keck,
macht viel Dreck,
kackt die Autos voll,
das finden manche überhaupt nicht toll.

Mit dem Gezeter raubt sie vielen den Schlaf,
da nützt kein Zählen Schaf für Schaf.

Nerven wird sie rauben,
aber sie kann sich das erlauben.

Wär´ sie nicht schön sondern dick und fett
fänden viele ihr Verhalten nicht gerade nett.
Sie würden nicht lange fragen
und sie zum Teufel jagen.

Aber sie ist halt eine Augenwonne,
nicht nur in der Abendsonne.

allein


Einsam und verlassen,
wächst ´ne Blume in der Gassen.
Sie mag nicht zusammen sein,
denn sie blüht lieber allein.

Foto-86c-(88)-alleinSie hasst es erdrückt zu werden
von diesen Blumenherden.
Wo dieses Blütendurcheinander
keiner redet miteinander.

Sie mag es nicht, sich anzupassen,
auch wenn manche sie dafür hassen.
Sie ist glücklich mit dem Alleinsein,
selbst Bienen sagen zu ihr nein.

So blüht sie auch heute noch vor sich hin
und denkt das gäbe einen Sinn.

Doch Einsamkeit ist nicht der richtige Weg,
der führt auf einen dunklen Steg.
Auch Blumen brauchen einander,
selbst in einem wilden Durcheinander.

Als ich heute Morgen nach dem Duschen aus dem Fenster schaute, sah ich dieses Motiv und hatte sogleich eine poetische Eingabe. Normalerweise dichte ich nicht so gerne, denn das können andere viel besser. Aber egal, nun sind´se hier gepostet meine Verse.

Wespenpoesie


Foto-86c-(86)-Wespenp

Was macht die Wespe dort?
Hoffentlich fliegt sie gleich fort!
Sie knabbert an meinem Apfel herum,
das finde ich äußerst dumm.
Aber was soll ich dazu sagen,
sie hat doch nur einen Wespenmagen.
Und der ist sehr klein,
da geht nicht viel rein.
Also lass ich sie weiter vom Apfel naschen,
denn ich mag sie nicht überraschen,
ihr auflauern wie ein Dieb,
mit einem kräftigen Hieb
ihr den Garaus machen.
Das fände sie nicht zum Lachen!
Sie würde stechen blitzschnell,
Gell?
Und Wespen sind doch nützlich und schön,
also lass ich sie lieber geh´n.

Nachdem ich heute Nachmittag eine Wespe entdeckt hatte, die sich über zwei Apfelhälften hermachte, die auf einem Teller lagen, platzierte ich ihn auf den Tisch auf Balkonien, um eine bessere Position für die Fotos zu bewirken. Die Wespe suchte noch gut eine halbe Stunde nach dem Apfel, hat sie aber dann doch gefunden. Es gesellte sich ein zweites Exemplar hinzu und beide knabberten intensiv an den Apfelhälften herum. Zunächst habe ich versucht, mit ISO 1600 ohne Blitz zu fotografieren, aber die Aufnahmen missglückten. Dann schaltete ich den eingebauten Blitz hinzu, reduzierte ihn um 1 Stufe, stellte die Kamera auf ISO 100 ein und auf die Blende 32. Diese Aufnahmen postete ich vorhin.

Ich konnte es mir am frühen Abend nicht verkneifen, nochmals nach den Apfelhälften zu schauen. Die beiden schwarzgelben Borussen 😉 waren immer noch da, wirkten aber irgendwie wesentlich nervöser. Vielleicht dachten Sie, ich wollte ihnen ihr Futter streitig machen. Eigentlich fehlte mir nur noch ein Foto, so richtig schön von vorne, so dass der Kopf und das Kauwerkzeug dominiert. Nach einigen Versuchen ist es mir gelungen (siehe erstes Foto). Danach fotografierte ich ein Tier direkt von oben in einer annehmbaren Pose. Da das Apfelstück schon arg braun wurde, war der Kontrast sehr gering und das schöne Tier zeichnete sich kaum vom Hintergrund ab. Daher habe ich ihn freigestellt und in schwarzweiß dargestellt. Insgesamt bin ich mit meinen Aktivitäten äußerst ruhig vorgegangen, denn die Wespen wurden immer hektischer und umkreisten mich sowie mein Makroobjektiv. Da ich mich aber dann nur sehr langsam bewegte, verloren sie schnell ihr Interesse an mir und widmeten sich wieder den Leckerlis.

Foto-86c-(87)b-web