Dennoch liebe Pfingstgrüße


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Wer ahnte, dass zum Weihnachtsfest

Cornelia mich sitzen lässt?
Das war noch nichts: zu Ostern jetzt
hat sie mich abermals versetzt!
Nun freu’ ich mich auf Pfingsten
nicht im Geringsten!

Gedicht von Heinz Erhardt (1909 – 1979)
deutsch-baltischer Komiker, Musiker, Komponist, Unterhaltungskünstler, Kabarettist, Schauspieler und Dichter

Foto-85d-(71)-dennochPfingsten (von griechisch πεντηκοστὴ ἡμέρα pentēkostē hēméra, deutsch ‚fünfzigster Tag‘) ist ein christliches Fest. Am 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, wird von den Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert – als Mysterium oder ikonografisch des heiligen Geistes oder auch Ausgießung des heiligenGeistes genannt (Quelle Wikipedia).

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Unwetter


Der Regen prasselt seit Stunden,
die Welt versinkt im grauen Licht,
ich sitze da wie angebunden,
und zieh ein mürrisches Gesicht.

Foto-85d-(61)-UnwetterSehe ich hinaus dann graust es mich,
die Straße ähnelt einem Fluss,
es blitzt und donnert fürchterlich,
wohl dem, der nicht ins Freie muss.

Das Unwetter nimmt seinen Lauf,
Sirenen heulen laut und schrill,
es türmen sich die Wolken auf,
der Wind biegt Bäume, wie er will.

Doch plötzlich wie von Geisterhand,
erstrahlt der Tag im schönsten Licht,
verzogen ist die schwarze Wand,
und auch mein mürrisches Gesicht.

Gedicht von Horst Rehmann (*1943),
deutscher Publizist, Maler, Schriftsteller und Kinderbuchautor

Raps


Das gelbe Rapsfeld strahlt mich an,
ich strahle zurück, bin hoch erfreut.
Sonne bricht im Herzen sich Bahn.
Die gelbe Farbe betört mich heut.

(Aus dem Gedicht „Leuchtender Raps“ von Irmgard Adomeit)

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Ein Blick über die Felder zwischen Hoof und Breitenbach (Nordhessen).

Endlich Wochenende


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Du spuckst nicht mehr in deine Hände.
Es winkt das schöne Wochenende.
Es ruht die Arbeit ein paar Tage.
Es freut sich deine Lebenslage.
Die Hektik macht sich nicht mehr breit,
bis nächsten Montag ist es weit.

Aus dem gleichnamigen Gedicht von Roman Herberth

Aprilfrühling


78-78a079-AprilfrühlingIn das Dunkel dieser alten, kalten
Tage fällt das erste Sonnenlicht.
Und mein dummes Herz blüht auf, als wüsst es nicht:
Auch der schönste Frühling kann nicht halten,
Was der werdende April verspricht.

Aus dem Gedicht „Nennen wir es Frühlingslied“
von Mascha Kaléko (1907~1975), die eine
deutschsprachige, der Neuen Sachlichkeit zugerechnete Dichterin war.

Er ist´s


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Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Eduard Friedrich Mörike (1804~1875)
deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer. Er war auch evangelischer Pfarrer, haderte aber bis zu seiner frühen Pensionierung stets mit diesem „Brotberuf“.

eindrücke am WEGESRAND


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Am Wegesrand gibt es unendlich Motive,
wie ich sie liebe.
Links ein Blümchen, dort ein Halm,
sowas gibt´s nicht nur auf der Alm.
Da, eine kleine Schnecke,
herrlich, auch noch eine kecke.
Eine Spinne lauert auf Beute,
keine Angst ihr lieben Leute.

Ein Käfer krabbelt zaghaft hervor,
hoffentlich nicht in mein Ohr.
Schöne Gräser wiegen sich hin und her;
gerne seh´ ich davon mehr.
Also, schaue auch mal hier und da,
dann werden Motive auch für dich wahr.
Geh nicht so hastig gerade aus,
du kommst schon früh genug nach Haus.
Nimm dir Zeit und genieße die Natur,
das ist wahrlich das Leben pur.

Foto-83e-(68)-amWeg

Die Motive entdeckte ich letzte Woche und habe sie während eines Spazierganges in unserer Gegend fotografisch verewigt. Wenn du die zusammengefassten Fotos anklickst, werden sie größer.