Raps


Das gelbe Rapsfeld strahlt mich an,
ich strahle zurück, bin hoch erfreut.
Sonne bricht im Herzen sich Bahn.
Die gelbe Farbe betört mich heut.

(Aus dem Gedicht „Leuchtender Raps“ von Irmgard Adomeit)

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Ein Blick über die Felder zwischen Hoof und Breitenbach (Nordhessen).

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Endlich Wochenende


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Du spuckst nicht mehr in deine Hände.
Es winkt das schöne Wochenende.
Es ruht die Arbeit ein paar Tage.
Es freut sich deine Lebenslage.
Die Hektik macht sich nicht mehr breit,
bis nächsten Montag ist es weit.

Aus dem gleichnamigen Gedicht von Roman Herberth

Aprilfrühling


78-78a079-AprilfrühlingIn das Dunkel dieser alten, kalten
Tage fällt das erste Sonnenlicht.
Und mein dummes Herz blüht auf, als wüsst es nicht:
Auch der schönste Frühling kann nicht halten,
Was der werdende April verspricht.

Aus dem Gedicht „Nennen wir es Frühlingslied“
von Mascha Kaléko (1907~1975), die eine
deutschsprachige, der Neuen Sachlichkeit zugerechnete Dichterin war.

Er ist´s


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Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Eduard Friedrich Mörike (1804~1875)
deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer. Er war auch evangelischer Pfarrer, haderte aber bis zu seiner frühen Pensionierung stets mit diesem „Brotberuf“.

eindrücke am WEGESRAND


Foto-83e-(60)-amWeg

Am Wegesrand gibt es unendlich Motive,
wie ich sie liebe.
Links ein Blümchen, dort ein Halm,
sowas gibt´s nicht nur auf der Alm.
Da, eine kleine Schnecke,
herrlich, auch noch eine kecke.
Eine Spinne lauert auf Beute,
keine Angst ihr lieben Leute.

Ein Käfer krabbelt zaghaft hervor,
hoffentlich nicht in mein Ohr.
Schöne Gräser wiegen sich hin und her;
gerne seh´ ich davon mehr.
Also, schaue auch mal hier und da,
dann werden Motive auch für dich wahr.
Geh nicht so hastig gerade aus,
du kommst schon früh genug nach Haus.
Nimm dir Zeit und genieße die Natur,
das ist wahrlich das Leben pur.

Foto-83e-(68)-amWeg

Die Motive entdeckte ich letzte Woche und habe sie während eines Spazierganges in unserer Gegend fotografisch verewigt. Wenn du die zusammengefassten Fotos anklickst, werden sie größer.

Die Krokusblüte


Blütenrein, so wie Porzellan,
blinzelt im Licht, nimmt Aug` um Aug` gefangen,
schon prall gefüllt im Blütenwahn,
ist nur Erstrahlen stetig dein Verlangen.

Aus dem Gedicht „Krokusblüten“ von Silvia Milbradt (*1956)

Foto-83e-(35)-dieKrokus

Als wenn die Sonne es geahnt hätte, dass ein Fotograf vorbeikmommt, lenkte sie nur einen Strahl auf diese eine Krokusblüte. Der Hintergrund blieb im Schatten. Danke liebe Sonne für diesen einmaligen Lichteffekt.

warum?


Warum in die Ferne schweifen
und nach weiter Baumwolle greifen?
Pass auf und merke dir,
Baumwolle wächst vor deiner Tür.
Du brauchst sie nur zu pflücken
kannst damit die Oma entzücken.
Foto-83e-(08)-warumHier in Glockenborn wächst ein ganzes Feld,
ernte es und du bist ein Ökoheld.
Ein Spinnrad hat bestimmt deine Omama,
was liegt auf dem Dachboden da.
Und wenn Oma dir Socken häkelt,
wird aber nicht gemäkelt.
Denn mit Socken aus Glockenborn,
wächst dir vor Freude ein Horn.
Und du hast warme Füße beim Tragen,
das kannst du ruhig weiter sagen.
Falls sie doch eine wenig kratzen,
zieh bitte keine Fratzen.
Dann kannst sie dem Nachbarn schenken,
der wird vor Freude den Hals verrenken. 😀

Foto-83e-(07)-warum

Die Baumwollpflanze stammt ursprünglich aus den regenreichen und warmen Tropen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Bei den Mayas in Mexiko und den Inkas in Peru wurde sie schon vor über 7000 Jahren angebaut. Heute wird Baumwolle in über 70 Ländern auf allen sechs Kontinenten der Welt produziert.