Ein Sonntagsmotiv


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Das Rezept:

 

  • Man nehme eine wertvolle Kristallschale und lehne sie aufrecht gegen das Fenster.
  • Dann besorge man eine weiße Dahlie und stelle sie in eine Kristallvase. Eine schlichte aus Glas geht auch.
  • Danach positioniere man die Vase mit der Blüte mit etwas Abstand mittig vor die Schale.
  • Dann mit einer Entfernung von ca. 2 m das Foto schießen und eine große Blendenöffnung wählen, damit die Schale diffus erscheint.
  • Da es sich um eine Gegenlichtaufnahme handelt, die Blüte dezent anblitzen, sonst wird aus einer weißen eine schwarze Dahlie.
  • Und nun viel Spaß beim Betrachten oder Nachmachen.

 

(Hinsichtlich der Behandlung der Kristallschale habe ich übrigens – was die Sorgfalt betrifft – deutliche Instruktionen von meiner Frau erhalten, da es sich um ein Erbstück von Ihrer Oma handelt. Ich habe sie dieses mal nicht zerdeppert, wie kürzlich aus Versehen ihre Vase) 😉

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Wo Sonne ist, ist auch Schatten


Ein altbekanntes Sprichwort, was in der Fotografie oftmals zu Problemen führt. Starke Schlagschatten führen meistens nicht zu einem guten Ergebnis. So z. B. ist eine starke Sonneneinstrahlung bei Städteaufnahmen der reinste Horror. Hier führt ein leicht bedeckter Himmel zu besseren Ergebnissen. Bei Urlaubsfotos am Strand und Landschaftsaufnahmen ist die Sonne natürlich auf den Fotos erwünscht. Ebenso bei Schneeaufnahmen, denn ohne Sonne würden die Motive in einer weißen Suppe untergehen.

An diesem herrlichen langen Ding habe ich einmal verdeutlicht, was Sonne, Schatten und diffuses Licht bewirken kann. Es ist noch ein Überbleibsel von einem Geburtstagsstrauß. Foto 1 und 2 wurden bei Kunstlicht im Flur geschossen. Foto 3 bei knalliger Sonne und das letzte Foto im Schatten gegen eine weiße Wand. Das letzte Foto gefällt mir persönlich am besten, weil dort die wundervolle Flamingoblume dominiert und die Strukturen dezent, aber nicht übertrieben stark zu Geltung kommen.

Wenn du ein Foto anklickst, wird es größer.

normal ist immer noch spitze


Foto-85d-(75)-normalDie meisten Hobby-Fotografen haben im Laufe der Jahre eine stattliche fotografische Ausrüstung angesammelt. Sie besteht in der Regel aus einer digitalen Spiegelreflex-Kamera (D-SLR) und diversen Wechselobjektiven. Bei den Objektiven handelt es sich um Vario-Objektive (Zoom-Objektive), wobei jedes einzelne auf unterschiedliche Brennweiten eingestellt werden kann und zwar stufenlos. Somit steht für jedes Motiv die passende Brennweite zur Verfügung.

Foto-85d-(76)-normalEs gab noch Zeiten – die älteren Fotografen werden sich noch daran erinnern – da waren Zoom-Objektive verpönt, weil sie gegenüber Festbrennweiten qualitativ schlechter waren. Auch ich habe damals überwiegend mit Festbrennweiten gearbeitet, bis dann auch die Zooms eine gute Abbildungsleistung aufwiesen. Es ist für einen Hersteller immerhin verdammt schwierig, ein Zoom-Objektiv im gesamten Brennweitenbereich zu rechnen. Daher hat man zwangsläufig Kompromisse eingehen müssen, d. h. manche Zoom-Objektive waren in den unteren und manche in den oberen Brennweiten gut bis akzeptabel.

In den 80igern gab es erstmalig einen Hersteller, der ein Zoom im mittleren Telebereich anbot, das in der optischen Qualität an eine Festbrennweite herankam und sie sogar noch übertrumpfen konnte. Es war natürlich die Firma Leica, die mit dem roten Punkt (für Diebe von weitem erkennbar, wie man gerne lästerte). Allerdings waren und sind die Leica-Geräte für einen Normalverdiener unerschwinglich. Daher waren sie bei Ärzten und Unternehmern eher verbreitet.

Foto-85d-(77)-normalWas bei den heutigen Überangeboten an Objektiven und Kameras in Vergessenheit geraten ist, sind die Normalobjektive. Es handelt sich um Objektive mit einer Festbrennweite von 50mm, was dem Blickwinkel des menschlichen Auges von 44 °entspricht. Früher war die Qualität eines Normalobjektives das Aushängeschild für einen Objektivhersteller. Die besten wurden von Nikon, Leica und Zeiss produziert. Und das Nikon 1,4/50mm war zu seiner Zeit das Beste, was der Fotomarkt zu bieten hatte, zumindest im analogen und mechanischen Bereich. Ich selbst habe mir wieder das Nikon 1,8/50mm zugelegt um bei gewissen Motiven von der Lichtstärke zu profitieren. Außerdem wird aus den 50mm mit Crop-Faktor ein kleines Tele mit 75mm, was man gut für Portraits einsetzen kann. Wird mit der Offenblende gearbeitet, stellt sich der Hintergrund angenehm diffus dar, denn er soll ja auch nicht vom Hauptmotiv ablenken und das Gesamtfoto unruhig wirken lassen. Diesen Effekt erreicht man ansonsten nur mit größeren Brennweiten. Ich habe zu diesem Thema heute ein paar Fotos mit Blende 1,8 produziert und bin wieder einmal begeistert, wie brillant und scharf der fokussierte Punkt dargestellt wird (siehe z. B. Auge des Leguans). Nicht nur aus diesem Grund ist meines Erachtens ein Normal-Objektiv auch im Zeitalter der digitalen Fotografie immer noch Spitze und ich möchte es bei speziellen Motivsituationen auch heute nicht missen wollen.

Dieser Vergleich zeigt, wie man durch den gezielten Einsatz der Blendenöffnung einen unwichtigen und störenden Hintergrund „verschwinden“ lassen kann. Foto 1 wurde mit Blende 1,8 und Foto 2 mit Blende 16 erstellt.

Die Wirkung des Lichts


Foto-84d-(22)-dieWirkungFoto 1 habe ich vor ein paar Tagen geschossen. Es ist eine Gegenlichtaufnahme. Foto 2 entstand im Sommer 2017 mit seitlicher Sonneneinstrahlung. Interessant ist, wie differenziert sich die Stellung der Sonne und die Jahreszeit auf Farben und Kontraste auswirken. Bei beiden Fotos handelt es sich um dasselbe Motiv, nur mit unterschiedlichen Brennweiten fotografiert. Foto-75b-(36)-dieWirkungDer künstlich angelegte See befindet sich in der Karlsaue, Kassel.

Aus klein mach groß


Manchmal sind die Kleinen Piepmatze doch arg weit entfernt. Um sie groß darzustellen, müsste man schon ein Supertele besitzen. Da stößt meine Ausrüstung allerdings an ihre Grenzen. Ich kann maximal mit Brennweite 600 mm das Motiv heranholen, was einer 12fachen Vergrößerung entspricht (Siehe Bild 1). Um das Motiv dennoch zu vergrößern, ist ein Bildausschnitt zu empfehlen, der – je nach Auflösung und Qualität von Kamera und Sensor – jedoch häufig an seine Grenzen stößt. Jetzt haben wir ja noch die Gelegenheit, die Piepmatze in den Wirren der Zweige zu erwischen. Wenn sich erst einmal die Frühlingsblätter voll entfalten, wird es schwierig, da sie sich gerne hinter ihnen verstecken. Diese kleine Meise hier hat weiter unten wohl etwas entdeckt. Was das wohl ist?

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Mit den 4 Fotos möchte ich die Möglichkeiten von Bildausschnitten demonstrieren. Das Bild 2 geht gerade so, ist aber immer noch zu unruhig und der Vogel zu klein. Foto-84b-(32)b-aus-klein

Der Ausschnitt Drei ist optimal, stößt aber bereits an seine Grenzen. Er ist einfach zu unscharf und somit unbrauchbar; schade eigentlich. Foto-84b-(32)c-aus-klein

Dennoch habe ich es gerettet indem ich mit Bild 4 ein kleines Kunstwerk kreiert habe. 😉Foto-84b-(32)d-aus-klein

das spiel mit dem STERN


Sterne sind schwer zu fotografieren. Wer das beabsichtigt, muss schon eine teure Ausrüstung haben oder in die Sternenwarte gehen. Ich verrate euch einen Trick, der Sterne strahlen lässt und die sogar bei Tageslicht. Den meisten sind die optischen Gesetze weniger bekannt, den Fotografen aber schon. So z. B. kann jeder einen Tagesstern „herbeizaubern“, wenn man die Kamera mit der kleinsten Blendenöffnung abblendet (=> größte Blendenzahl). Die Kamera selbst muss dann auf „A“ (Zeitautomat) eingestellt werden, also nicht auf Vollautomat (meistens grün). Dann die Sonne nicht direkt anpeilen sondern etwas verstecken, wie z. B. hinter einem Ast. Nicht eine zu große Brennweite wählen (Weitwinkel wäre optimal), sonst wird die Sonne zu groß und bildet keinen Stern. Der Himmel muss klar sein, also nicht wolkenverhangen. Beim Mond funktioniert das übrigens nicht, sondern nur bei der Sonne. Probiert es einfach mal aus. Man kann schöne Effekte damit erzielen.

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(Beim Schwan leuchten kleine Sterne auf dem Wasser – Bei dem Schneefoto hat sich der Stern sogar bei direktem Licht gebildet – Bei der Kirche konnte ich die Sonne etwas hinter einer Tanne verstecken – Bei den Zweigen funkeln winzige Sterne auf den Wassertropfen – Zum Vergrößern bitte die mittleren Fotos anklicken)

 

BILDER einfach selber machen


In Baunatal gibt es das Einkaufszentrum „Ratioland“ mit vielen Geschäften. Unter anderem auch den Drogeriemarkt „dm“, Wettbewerber von Rossmann. Warum ich über einen Drogeriemarkt berichte? foto-83b-(47)-bilderNicht etwa, weil ich mich zu einem Produkttester entwickelt habe und alternative Wege gehen möchte. NEIN, dort bei „dm“ gibt es nämlich eine Super-Fotoabteilung mit vielen Monitoren zum Bilderselbermachen, auch Prints genannt. Nicht nur, dass das Angebot enorm ist, wie z. B. Größen von 9×13 cm bis 50×75 cm, sondern auch dass der Kunde die Fotos sofort mitnehmen kann. Machbar sind auch Fotobücher, Fotos auf Leinen mit Rahmung und Bilder zum Hinstellen u.v.a.m. Wer sich nicht an die Monitore traut, kein Problem. Man betätigt eine Klingel und schon kommt das Personal angeflitzt, berät oder erledigt die Kundenwünsche. foto-83b-(48)-bilderAlles in allem macht diese Abteilung einen professionellen und kompetenten Eindruck und die Abzüge selbst sind von einer exzellenten Qualität. Eins sei noch gesagt, ich bekomme für diesen post KEINE Provision und auch keinen Einkaufsgutschein von „dm“. 😉 Ich war gestern dort und bin vor allem von dem tollen Standbild beeindruckt, das ich nicht nur mir selbst, sondern auch meiner Tochter geschenkt habe. Und außerdem hatte ich wieder ein Thema für meinen Blog, denn der sollte sich möglichst durch Abwechslung auszeichnen. 😉