made in germany


Foto-80e (62)-made-inKurz nach dem Kriege haben die Siegermächte der deutschen Industrie das Markensiegel „Made in Germany“ aufgedrückt mit der Absicht, die deutschen Produkte gegenüber dem globalen Handel zu benachteiligen. Der Schuss ging allerdings nach hinten los, denn es hat nicht lange gedauert, bis sich das Markensiegel zu einem Gütezeichen umgewandelte, das für eine hohe Qualität steht.

Foto-80e-(61)-made-inLeider haben es aber die Manager, Ingenieure und Entwickler in vielen Bereichen verpennt, Innovation zu betreiben, oder zumindest noch auf das Trittbrett des abfahrenden Zuges aufzuspringen. So z. B. haben die Japaner den Fotomarkt übernommen, die Amerikaner den Computermarkt, die Kommunikation mit Google und den Versandmarkt mit Amazon. Dennoch gibt es natürlich neben der Autoindustrie noch viele andere erfolgreiche Produkte in Deutschland, sonst würde es der Volkswirtschaft schließlich auch nicht so gut gehen.

Foto-80e-(60)-made-inUnd was ist mit den Handys und Smartphones? Alles in koreanischer, amerikanischer und chinesischer Hand könnte man meinen. Stimmt und zwar zu 99,9 %. Aber was ist mit dem 0,1 %? Da gibt es doch tatsächlich eine Firma, die in Deutschland ansässig ist und zu 100 % Smartphones und Telefone in Deutschland produziert. Das habe ich vor wenigen Tagen selber noch nicht gewusst und mich sofort informiert. Ich war begeistert und habe mir auch gleich das neue Gigaset GS 185 zugelegt. Ein tolles und edles Teil mit Alu-Gehäuse das alle Funktionen beinhaltet, die ich benötige und natürlich auch eine hervorragende Kamera besitzt wie man sieht. Es ist dank LTE superschnell und wird zu einem moderaten Preis angeboten. Foto-80e-(59)-made-inFür meine Zwecke ist es völlig ausreichend denn ich brauche kein überladenes Schlachtschiff, wie das i-Phone X und das Samsung S9. So, nun wisst ihr auch, womit ich mich die letzten Tage beschäftigt habe und zu meiner Freude hat meine Frau mein neues Spielzeug mittlerweile auch abgenickt. 😉

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GALAPAGOS lässt grüßen


Foto-80d-(12)-GalapagosSicherlich kennen einige meiner Blogfreunde unseren Leguan, den wir vor vielen Jahren von einer hiesigen Künstlerin erworben haben. Wer ihn noch nicht kennt, kann gucken hier: https://putetet.wordpress.com/2016/08/05/angeberei/ Und warum schreibe ich heute noch einmal über unser einzigartiges Kunstwerk. Hier ist der Grund: Vor etwa 40 Jahren haben wir in einem Designerladen eine würfelartige Lampe gekauft. Sie hatte den Nachteil, dass die Spezialbirne schnell defekt wurde und nur in einem Fachgeschäft Ersatz beschafft werden konnte. Also haben wir die Designerlampe sozusagen als Deko auf einen Glastisch gestellt, und lange lange Zeit nicht mehr genutzt. Foto-80d-(14)-GalapagosAber wie das manchmal so ist, kommt eine Idee angeflogen, wenn der Blick beiläufig über die gewohnten Utensilien schweift. Und so war es dann gestern auch und ich dachte, die schöne massive Lampe, die damals ein kleines Vermögen gekostet hat, ist eigentlich viel zu schade, um sie in der Ecke verstauben zu lassen. Aber wo eine Ersatzbirne beschaffen? Lampen-Spezial-Geschäfte gibt es in Kassel kaum noch und wegen einer läppischen Birne extra mit dem ICE nach Hamburg sausen, ist vielleicht übertrieben. Foto-80d-(13)-GalapagosAlso fing ich an zu googeln, aber mir fiel die Bezeichnung der Birne nicht ein. Aber die Suchsoftware ist inzwischen so intelligent, dass man den Eindruck hat, sie könnte sogar Gedanken lesen, gruselig irgendwie. Ich googlte also mit dem Begriff „Reflektionsbirne“, die es natürlich nicht gab, aber mir wurde „Spiegelkopfbirne“ vorgeschlagen. Wow, perfekt, da hätte ich eigentlich selber drauf kommen können, aber Googl war eben klüger als ich. Danach war es auch kein Problem mehr, die Birne zu amazonen. Klaro, ich dachte natürlich energieeffizient und bestellte eine LED-Birne. Phänomenal: aus ursprünglich 50 Watt mach mal schnell 5 Watt, denn in den letzten 40 Jahren hat sich nicht nur in der Elektro-Technologie einiges getan. Gestern bestellt und heute kam sie an, die Birne. Als ich das Licht anknipste zeichneten sich die Konturen unseres Leguans ab was mich sofort an die Galapagosinseln erinnerte. Leguane gibt es dort zwar nicht, aber so ein Leguan sieht irgendwie doch ein wenig wie ein Galapagosdrache aus.Foto-80d-(15)-Galapagos

tierische liebeleien


79-79b095-tierischeEs war das Jahr 1991 da reiste eine Gruppe von Menschen gen Osten auf die größte Insel von Deutschland. Es war die Insel Rügen und die Gruppe bestand aus dem Landfrauenverein Hoof/Breitenbach. Die Landfrauen waren gnädig und haben auch ihre Landmänner mitgenommen, sonst hätte ich ja auch nicht dieses Foto machen können. Gegen Abend saßen wir gemeinsam gemütlich zusammen und ließen noch einmal die Tagesereignisse dieser Rundreise Revue passieren. Als wenn ich es geahnt hätte, schaute aus dem Fenster und bemerkte ein phantastisches Abendlicht. Spontan schnappte ich mir meine Kameraausrüstung und machte mich auf zu dem nahe gelegenen Wasser, eine Einbuchtung der Ostsee. Und dann entdeckte ich sie, die beiden Turteltäubchen (Turtelschwäne), die sich verliebt um sich selbst drehten. Es dauerte schon eine Weile, bis sie sich mit gebogenen Hälsen in die Augen schauten, aber nur durch diese Gestik wirkte das Foto optimal. Leider war damals mein Equipment noch nicht so vielfältig und als größte Brennweite musste mein 200er Tele herhalten. Gerne hätte ich die beiden näher herangeholt, aber es ging leider nicht. Das Motiv wurde auf einem DIA-Film abgelichtet und die doch schon etwas kitschig wirkenden Farben entsprechen aber der Realität. Das Foto habe ich daher auch nicht nachgearbeitet. Es ist schon immer eine echte Syphilisarbeit, winzige Staubkörner und Fussel zu entfernen, die bei einer Vergrößerung sehr dominant sind. Ich habe von der Rügenreise damals eine DIA-Show mit insgesamt 200 Fotos erstellt. Einige davon werde ich digitalisieren und gelegentlich präsentieren. So, aber jetzt gleich wieder Fußball gucken.

 

die verrückte DROSSEL / the crazy songbird


Foto-80c-(73)-Foto-62f-(02)-die-verrückteWie jedes Jahr wurden wir auf Balkonien ab den ersten warmen Sommertagen von einer Singdrossel musikalisch unterhalten. Sie setzte sich auf den Dachgiebel des nachbarlichen Hauses und zwitscherte eine herrliche Melodie nach der anderen. Warum sich die Drossel dieses von unästhetischem Pilz befallene Dach ausgesucht hat, kann ich nicht nachvollziehen. Egal, jedenfalls hat der Vogel dort eine erhöhte Sitzposition, die auch gerne von anderen Vögeln genutzt wird.

Doch eines Tages wurden wir mit undefinierbaren Geräuschen konfrontiert. Foto-80c-(72)-die-verrückteEigenartiges nicht aufhörendes und sich ständig wiederholendes monotones Pfeifen schallte aus der Nachbarschaft zu uns herüber. Sehr unangenehm und auf Dauer nervten diese bislang unbekannten Töne gewaltig. Da war plötzlich nichts mehr von einer melodischen Berieselung auf Balkonien, sondern es dominierten nur noch diese schrecklichen Geräusche. Doch woher kamen sie? Ich dachte schon, dass sich der Nachbar einen neuen Elektrorasenmäher angeschafft hatte, der wegen Überhitzung anfing zu quietschen. Nein, weit gefehlt, es war auch nicht unsere geliebte Singdrossel, sondern ein Artgenosse, der diese unnatürlichen Laute von sich gab. Foto-80c-(71)-die-verrückteIhr könnte es mir glauben, die waren auf Dauer unerträglich, vor allen Dingen wegen der sich ständig wiederholenden Pfeiftöne. Das ist in etwa so, als wenn man einen Falschton aus einer Blockflöte pustet und diesen immer und immer wieder. Ich glaube, die Blockflöte hätte das nicht lange überlebt, schrecklich!

Doch was tun gegen diese offensichtlich verrückte Drossel. Ich erinnerte mich spontan an eine Holzrassel, die wir vor vielen Jahren immer zu Faschingsfesten mitgenommen hatten. Wenn man dieses Gerät kräftig kreisförmig schwingt, erzeugt man sehr laute knarrende Geräusche, die sogar Hunde und Katzen vertreiben. Nachdem die verrückte Drossel wieder anfing zu pfeifen, schnappte ich mir die Rassel und fing an, sie kräftig zu schwingen. Die Drossel duckte sich sofort erschrocken und flüchtete kurze Zeit später eiligst. SIEG über eine Drossel, dachte ich mir und klopfte mir auf die rechte Schulter.

Dabei hatte ich nicht bedacht, dass Drosseln kein Langzeitgedächtnis haben, denn bereits am nächsten Tag pfiff sie wieder lautstark auf dem Dachgiebel, so dass das Trommelfell unangenehm anfing zu vibrieren. Ich schnappte mir sofort wieder die Knarre, knarrte und die Drossel floh. Das ging einige Tage so und siehe da, die Drossel hatte sich das doch irgendwie gemerkt und jedes mal, wenn ich den Balkon betrat, flog sie sofort davon. Foto-80c-(74)-Foto-62f-(04)-die-verrückteIch brauchte noch nicht einmal mehr zu knarren ihr reichte schon mein Antlitz. Eines Tages war sie sogar gänzlich verschwunden. Erfolg auf der ganzen Linie dachte ich. Im darauf folgenden Jahr war auch die Singdrossel wieder da, die die unterschiedlichsten harmonischen Melodien in den Himmel zwitscherte. Und was inzwischen aus der verrückten Drossel geworden ist, weiß ich nicht. Ich sah sie nie wieder und irgendwie tat sie mir doch ein wenig leid. Aber vielleicht hatte sie ja einen anderen Dachgiebel gefunden und andere Nachbarn, die sie mit ihren Tönen quälen kann.

ADEBAR im doppelpack (2)


Foto-80c-(47)-Adebar30 ° Celsius und kein bisschen kühler. Trotzdem – dachte ich mir – geht´s heute wieder zu dem Storchennest, denn morgen soll nun auch Nordhessen mit Unwetter gequält werden. Da kann man nur hoffen, dass die Schäden einigermaßen verkraftbar sind.

Dieses mal hatte ich sogar an die weiße Sonnenmütze und den Stuhl gedacht. Foto-80c-(46)-AdebarDen Stuhl positionierte auf das Dach meines Autos um eine höhere Perspektive zu erreichen. NEIN, war natürlich ein Scherz, denn mein Auto hätte mit Sicherheit einige Beulen davongetragen, wenn ich auf das Dach geklettert wäre. Heute bin ich etwas später losgefahren in der Hoffnung, einen besseren Zeitpunkt erwischt zu haben. Mein Ziel war ja, das Storchenpärchen zu fotografieren.

Zunächst hing ich mir nur eine Kamera um, denn bei 30 °C wollte ich nicht alles mitschleppen. Wie man sieht, er war noch da und betrachtete eine schöne Wolke, die gerade vorbeizog, aber von dem Partner weit und breit keine Spur. Foto-80c-(48)-Adebar

Doch dann, etwas Weißes am Himmel, ein großer Vogel näherte sich dem Nest. Doch er flog vorbei und ich dachte mir schon, in der Storchenehe hätte es vielleicht Krach gegeben. Dann bemerkte ich meinen Irrtum, es war nur ein weißer Reiher oder Kranich.

Es verging eine weitere halbe Stunde und dann kam er angesaust – wirklich, das ist kein Märchen – landete auf dem Nest.

Sofort fingen beide an, mit den Schnäbeln zu klappern und sich zu liebkosen. Eindeutig gehörten die beiden zusammen. Die 3 Küken versteckten sich bei dem Geklapper ängstlich im Nest und kurze Zeit später flog er davon.

Sie hatten die Rollen getauscht und er ging jetzt auf Futtersuche. Die Kleinen nahmen jetzt hungrig die Nahrung von ihr auf, die sie aus dem Kropf würgte. Für mich ein tolles und bislang einzigartiges Erlebnis trotz der Hitze. Natürlich werde ich das Nest noch einmal besuchen, wenn die Kleinen größer sind und vor allen Dingen bevor sie flügge werden und ihre eigenen Wege fliegen.

Die Fotos können vergrößert werden, wenn du sie anklickst.

 

auf der JAGD nach adebar


Foto-80c-(36)-auf-der-JagdHeute hatte ich mich eigentlich gut vorbereitet, mit Stativ, Bubbelwasser und so, aber dennoch etwas vergessen, nämlich meinen kleinen Klappstuhl.

Nach einer Stunde vor Adebar „Beine in den Bauch stehen“ verlor ich so langsam die Geduld, zumal es immer wärmer wurde, so um die 28 °C und ich habe mir die Weste vom Körper reißen müssen um nicht zu überhitzen. Foto-80c-(32)-auf-der-JagdMein Ziel war ursprünglich, den Partner vom Adebar im Anflug zu erwischen, wie er die Kleinen (3 Küken übrigens!) füttert und die Eltern mit den Schnäbeln klappern.

Das war jedenfalls die Theorie aber die Praxis sah anders aus. Ich gebe aber nicht auf und werde bei der nächsten Schönwetterlage (ab morgen soll es ja wieder gewittern) einen neuen Versuch starten. Auf dem Rückweg habe ich immerhin noch eine Libelle und eine kleine Rapskomposition knipsen können.

(Durch Anklicken können die Fotos vergrößert werden)

CHRISTO lässt grüßen (Fortsetzung)


Der gespenstische Anblick fasziniert und beunruhigt derzeit Spaziergänger am Bugasee und anderen Kasseler Parkanlagen: Ganze Bäume sind von Raupen mit silbrig-weißen Netzen eingesponnen.

Betroffen sind einzelne, bestimmte Bäume – als sei ein Heer von Insekten über sie hergefallen. Die Pflanzen sind komplett kahlgefressen und wirken wie abgestorben. Das Schauspiel ist sein einigen Jahren regelmäßig zu beobachten. Die Traubenkirschen-Gespinstmotte macht die Bäume am Bugasee zur Kinderstube für ihre Raupen. Dafür sucht sich diese Insektenart bestimmte Bäume als Nahrungsquellen aus, informiert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu): Neben den namensgebenden Traubenkirschen sind das etwa Weiden, Pappeln, Weißdorn und gelegentlich auch diverse Obstbäume. Die Raupen spinnen diese Bäume ein, um sich vor Fressfeinden wie Vögeln oder vor der Witterung zu schützen.

Im Schutz der silbrigweißen Schleier verputzen sie alles Blattwerk, bis sie sich Ende Mai / Anfang Juni verpuppen, um etwa vier Wochen später als weißliche Falter mit schwarz gepunkteten Flügeln auszuschwärmen. Den Bäumen schadet der Raupenbefall aber nicht, sagt Karl-Heinz Jelinek vom Nabu: Schon wenig später würden sie mit dem sogenannten Johannistrieb um den 26. Juni herum wieder austreiben und schon bald nicht mehr erkennen lassen, dass ihre ersten zarten Blätter und Knospen als Raupenfutter dienten. Milde Winter und auch der Klimawandel begünstigen laut Nabu das massenhafte Auftreten von Gespinstmotten. Auch anderswo in Kassel, so etwa in der Rothenditmolder Döllbachaue, kann man das Naturschauspiel um diese Jahreszeit immer wieder beobachten.

Im Bergpark Wilhelmshöhe hingegen wurden bisher keine Mottengespinste an Bäumen beobachtet, sagt Parkleiter Lutz Leutner von der Museumslandschaft Hessen Kassel: „In die Baumarten, die wir hier oben haben, gehen diese Raupen nicht.“ Auch der gefürchtete Eichenprozessionsspinner sei in Kassel glücklicherweise noch nicht festgestellt worden. Die Raupen dieser Spezies, die ebenfalls Gespinste webt, können mit ihren giftigen Brennhaaren für Menschen zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden. Die Raupen und weißen Schleier an den Buga-Bäumen und anderswo sind allerdings harmlos. (Text aus dem HNA-Bericht vom 08. Mai 2018 – alle Fotos von ALEXANDER RUDELOFF)

An diesem Tag traf ich auch Udo Eisenträger, der selbst Hobbyfotograf ist und darüber hinaus sein Wissen mit Vogelkunde erweitern will. Udo war der Meinung, dass die befallenen Bäume an Kunstwerke von Christo erinnern. Sicherlich werden sich einige von euch vor der Masse dieser Krabbelkriecher ekeln. Mag sein, wenn man die Raupen an sich betrachtet, aber ich fand das Gesamtbild und viele Details äußerst faszinierend. Somit ließ ich mich inspirieren und habe versucht, mit meiner Kamera einige Kunstwerke zu schaffen, da ich im Gegensatz zu Christo im Verpacken von Objekten eher mittelmäßig bin. Man kann ja auch nicht alles können.Foto-80b-(07)-Christo

(Durch Anklicken der Fotos kannst du sie vergrößern)