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Die Faschingszeit ist ja schon eine weile her, aber das Wetter passt noch. Ebenso diese alte Schulzeichnung. Wie unschwer zu erkennen ist, war das Thema für die Hausaufgabe Fasching oder Karneval. Das hat mir damals natürlich gefallen, denn ich konnte meiner Phantasie so richtig freien Lauf lassen. Ich war so um die 13 Jahre alt und die Zeichnung wurde mittels Tuschekasten und Wasserfarbe erstellt.

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Wer kennt es noch? Früher – ist schon lange her – wurde, meistens nur im Wohnzimmer, die unansehnliche Gardinenleiste mit einem Stoffband abgedeckt. Dieses Stoffband war oftmals mit Motiven versehen, wie Blumen oder Ornamente. Kennt jemand noch die Bezeichnung für dieses Stoffband? Unser Klassenlehrer, der Sachse, gab uns seinerzeit als Hausaufgabe, so ein Stoffband zeichnerisch darzustellen. Wir fanden das Thema schon ein wenig blöd, aber was soll man machen? Also zu Hause den Tuschekasten raus und ab ans Werk. Hier ist meine Interpretation, die ich mit etwa 13 Jahren produzierte.

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Unser Klassenlehrer stammte aus Sachsen und war sehr neugierig. Wobei ich damit nicht sagen möchte, das alle Sachsen neugierig sind 😉 Es gab mal einen Vorfall mit meinem großen Bruder und am nächsten Tage fragte mich mein Lehrer, was denn da passiert sei. Ich antwortete: „Das ist eine Privatangelegenheit“. Es streifte ein belustigendes Raunen durch den Klassenraum, denn dem Herrn Lehrer eine patzige Antwort zu geben war zu damaliger Zeit schon recht mutig. Aber mein Lehrer mochte mich und erwähnte: „Gut, ich habe verstanden“. Vielleicht brachten ihn meine Worte zu einer Idee, denn das zeichnerische Thema für die Hausaufgabe sollte sein: „Familienleben“. Nun, was ich daraus gemacht habe könnt ihr euch anschauen, wenn ihr mögt.

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Unser Klassenlehrer war schon sehr alt und stand kurz vor der Pension. Vermutlich gab ´s zu seiner Jugendzeit noch keine Autos 😀 und er träumte daher immer noch von ausgiebigen Kutschfahrten zum Picknick. Eines Tages mussten auch wir darunter leiden, indem er uns als Hausaufgabe gab, eine Kutsche zu malen. Wir Jungs mochten eigentlich lieber Autos und standen überhaupt nicht auf so ein altmodisches Zeug, aber wir machten notgedrungen das Beste daraus, denn eine Hausaufgabe zu boykottieren sollte man sich zu damaliger Zeit lieber nicht erlauben. Und hier ist nun mein Beitrag.

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Sachkunde auch beim Kunstunterricht Foto-73a (11)

Hier mussten wir ein Bauernhaus abmalen und möglichst maßstabsgetreu. Daumen und Bleistift wurden als Hilfsmittel eingesetzt.Foto-73a (17)

(aus meiner Bildersammlung aus der Kindheit)

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Beim Ausmisten bin ich erneut auf etwas gestoßen, und zwar eine Sammlung von Zeichnungen aus meiner Schulzeit. Es handelt sich überwiegend um Aquarelle, denn ein Tuschekasten war im Kunstunterricht Pflicht. Einige Werke möchte ich euch nicht vorenthalten.

Das war mein Reich, ein ehemaliges Hühnerhaus.Foto-73a (14)-alteSchätze

Links hatte ich meine Kaninchen und rechts war ein Raum, den ich mir bewohnbar eingerichtet hatte. Der Innenraum bestand aus zwei Stühlen, einem kleinen Tisch, einem alten Küchenschrank sowie hinten an der Wand ein Bett. Ein alter Küchenherd sorgte an kalten Tagen für eine angenehme Wärme. Natürlich wohnte ich offiziell im Haupthaus bei meiner Mutter, aber abenteuerlicher war allerdings mein „Hühnerstall“. Dort konnte ich machen, was ich wollte und keiner hat mich angemeckert. Dort war mein Reich und ich war der Herr Ritter. So eine hochgestellte Persönlichkeit wie ein Ritter verfügte selbstverständlich über ein Schwert und meins hing an der Wand über dem Bett. Es war aber nur ein Dekorationsschwert, nicht scharf, aber immerhin aus Metall und sah schon gefährlich aus. Einige nachbarliche Jungs waren jedoch neidisch auf meine Residenz und das ließen sie mich eines Tages auch spüren. So war es dann auch, als zwei kleine freche Kinder an meine Tür klopften, um mich zu ärgern, wobei, Zwist unter Jungs war damals völlig normal. Heute nennt man das allerdings Mobbing. Die beiden Klopfenden hatte ich zunächst ignoriert, aber sie nervten dann doch irgendwann und ich rannte wutentbrannt aus meiner Hütte um sie zu verjagen. Da hatte ich allerdings die Rechnung ohne ihren großen Bruder gemacht, denn dieser Hühne wartete arglistig hinter der Ecke, packte mich und gab mir eine kräftige Kopfnuss direkt auf meine Nase, die sofort anfing zu bluten. Das war eindeutig zu viel, ich lief zurück in meine Hütte, schnappte mir das Schwert, fuchtelte schreiend, heulend und blutend damit herum und vertrieb die kleinen Frechen nebst ihrem großen brutalen Bruder. Nach diesem Ereignis hatte ich für alle Zeiten meine Ruhe vor solchen Rabauken und ich konnte mir ungestört mit meinen Freunden in meiner Hütte die Zeit vertreiben. Und die Mädels in meiner Hütte? Nee, da war ich noch zu jung für solche Dinge 😀

Ein Lagerfeuer durfte ich draußen natürlich nicht machen (Na ja, Landschaftsdarstellungen waren nicht gerade meine Stärke).Foto-73a (05)-alteSchätze

Strom gab es auch keinen, aber für eine Beleuchtung habe ich dennoch gesorgt (Anstatt dieser bunten Laterne hatte ich stets Kerzen als Lichtquelle bevorratet).Foto-73a (06)-alteSchätze