ständiges ÄRGERNIS


Foto-79e-(01)-ständigesImmer wieder diese Heuballen, die nicht nur die Landschaft verunstalten, sondern auch schöne Motive. Na klar, man kann ja für das Foto eine andere Perspektive wählen (Bewegung soll ja gesund sein), aber trotzdem ein Ärgernis. Kann der Bauer die blöden Plastikballen nicht auf seinen Hof legen, denn da müssen sie ohnehin bald zur Fütterung der Tiere hin? Sicherlich haben die Bauern andere Probleme, aber eine gegenseitige Rücksichtnahme wäre auch nicht schlecht. Foto-79e-(02)-ständiges

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ohne SONNE keine WONNE


Na klar, schönes Wetter lockt den Opa vom Kamin und die Oma legt die Häkelnadel beiseite. Raus in die Natur, Sonne und Vitamin D tanken und die alte Minolta ruhig mal wieder herausholen um den Film, der sich schon seit der Taufe des Enkelkindes in der Kamera befindet, endlich einmal vollzuknipsen. Aber nun Scherz beiseite. Schönes Wetter mit Sonnenschein aktiviert das Gemüt und man geht gut gelaunt in den Tag. Und die Fotos werden bei Sonnenschein natürlich immer brillant, aber mit einigen Ausnahmen. Das Sprichwort „wo Licht ist, ist auch Schatten“ ist eines dieser Ausnahmen. Architekturaufnahmen z. B. sind bei extremer Sonne absolut ungeeignet, Landschaftsmotive schon. Bei dem heutigen wechselhaften Wetter erinnerte ich mich an eine alte Sumpfeiche, die bestimmt seit mehr als 200 Jahren bei Bad Emstal (Nordhessen) gedeiht. Ich habe sie in Vergangenheit schon mehrfach fotografiert und auch gepostet, aber das heutige Wetter verführte mich zu einer kleinen Foto Tour. Kaum hatte ich das Ziel erreicht, zogen allerdings wieder dunkle Wolken auf, aber ich gebe nicht so schnell auf. Nach gut einer halben Stunde blinzelte die Sonne zwischen einigen Wolken hervor und ich bekam die Lichtverhältnisse, die ich mir sehnlichst gewünscht hatte.

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Hier wird der Vordergrund von der Sonne aufgehellt und die Kontraste sind nicht mehr so stark. Ich bin stolz auf meine Kamera, die das trotz immer noch extremer Lichtverhältnisse geschafft hat. Da die Sonne etwa 45° vorne links stand (eine Fast-Gegenlicht-Aufnahme), bildet sie zusätzlich schöne dunkle Bereiche, die den Kontrast hervorheben. Ich würde sagen, diese Aufnahme ist gelungen.
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Dieses Foto ist eigentlich wertlos. Der Vordergrund ist „abgesoffen“ und der Himmel „ausgefressen“ wie man im Fotojargon sagt. Das menschliche Auge kann extreme Kontraste weitaus besser verarbeiten, als Filmmaterial oder Bildsensoren. Daher haben wir Motive manchmal völlig anders in Erinnerung, als es das Foto darstellen kann und schieben die fotografischen Misserfolge gerne auf die Kamera, die aber nichts dafür kann.
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Und hier dieses kleine Wunder der Natur noch einmal in voller Pracht.

 

die SYMBIOSE


Ein Samenkorn lag auf dem Rücken,
Die Amsel wollte es zerpicken.

Aus Mitleid hat sie es verschont,
Und wurde dafür reich belohnt.

Das Korn, das auf der Erde lag,
Das wuchs und wuchs von Tag zu Tag.

Jetzt ist es schon ein hoher Baum
Und trägt ein Nest aus weichem Flaum.

Die Amsel hat das Nest erbaut;
Dort sitzt sie nun und zwitschert laut.

(Gedicht: „Das Samenkorn“ von Joachim Ringelnatz (1883~1934)
deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler

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