da knutscht mich doch ein ELCH


Da sagt doch noch einmal einer, Elche seien behäbig und nicht besonders helle unter dem Geweih. FEHLGESCHLAGEN, denn hier ist der Beweis, dass Elche besonders klug sind. Dieser benutzt sogar einen Zweig als Werkzeug um sich genüsslich den Rücken zu kratzen. Vielleicht verwendet er ihn eines Tages sogar als Polo-Schläger. Dann könnte er eine Polo-Mannschaft aufbauen. Wäre sicherlich eine interessantere Variante zum Polo mit Mensch und Pferd.

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Gesehen im Tierpark Saba Burg.

 

 

 

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wahre SCHÖNHEIT


Was nützt viele Pinke, Pinke
Auszugeben für die Schminke?
Im Spiegel Grimassen schneiden
Und Nofretete beneiden.
Mit dem Schminkstift kritzeln
Und über andere witzeln.
Zum Schluss noch Puder draufgetupft
Und die Brauen abgezupft.
Schönheit kommt nicht von allein
Geflogen in das Fenster herein.
Schönheit, man hat sie oder nicht
Das ist doch die wahre Sicht.

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Diese ungeschminkte Schönheit habe ich kürzlich im Tierpark, Saba Burg entdeckt.

sonntags ist BADETAG


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Vor vielen vielen Jahren, ich war extrem jung und befand mich noch in der Ausbildung, wohnte ich in einem schönen Fachwerkhaus in Niederkaufungen bei Kassel. Insgesamt 3 Familien teilten sich die Räumlichkeiten. Das Haus war auch damals schon sehr alt (vermutlich 18. Jahrhundert) und bot, bis auf fließendes Wasser, wenig Komfort. In jeder der winzigen Küchen befand sich ein kleines Wasserbecken, das morgens überwiegend für die Körperpflege und tagsüber fürs Kochen genutzt wurde. Keine der Wohnbereiche verfügte über ein Badezimmer. Das „Badezimmer für alle“ befand sich Parterre und konnte nur über den Flur betreten werden. Dort stand eine „Wanne für alle“ und ein riesiger Wasserkessel, der mit Holz oder Briketts erhitzt werden konnte. Und da haben wir schon das Problem, denn diesen gewaltige Kessel aufzuheizen war für nur einen Badegast zu unwirtschaftlich, denn der er verschlang sein Heizgut wie ein gefräßiger Pottwal seine Beute. Also wurde für die 3 Parteien im Haus beschlossen: „Nur sonntags ist Badetag, aber für alle“.

Wer jetzt denkt, der Badegast könne sich die Wanne voll füllen und eine gemütliche Badezeit samt Rückenschrubben verbringen, der ist auf dem Holzweg. Der große Kessel gab es von der Füllmenge schon her, aber dann dauerte es eine Ewigkeit nebst öfterem Holznachlegens bis wieder heißes Wasser zur Verfügung stand. Das komplette Verbrauchen des heißen Wassers hätte ebenso zur Folge gehabt, dass der gesamte Zeitplan der immerhin 10 Personen, die am Sonntag baden wollten, durcheinander gebracht worden wäre. Damit der Badeprozess also zügig vonstatten gehen konnte, wurde folgendes festgelegt: 1. Wanne nur ca. 10 cm mit warmen Wasser füllen 2. sich beeilen und 3. auf zeitaufwändiges Rückenschrubben verzichten. Insbesondere die 10 cm waren viel zu wenig und hatten zur Folge, dass der Wasserspiegel – wenn man sich vollständig in die Wanne legten wollte – in der Mitte des Körpers aufhörte. Man musste also permanent plantschen oder sich wie ein Aal rollen, damit der obere Teil des Körpers auch in den Genuss von warmen Wasser kam und nicht abkühlte. Das Badevergnügen war zwangsläufig eher kompliziert und mangelhaft, aber Reinlichkeit musste schließlich sein.

Ihr könnt euch jetzt sicherlich vorstellen, dass ein Neuling, wie ich, davon anfänglich nichts wusste. Also ließ ich an meinem ersten Badetag, das komplette heiße Wasser ablaufen, ließ viel kaltes nachfließen bis es eine angenehme Temperatur erreicht hatte und ging den ganzen Vorgang sehr gemütlich und zeitraubend an. Es dauerte nicht lange, da klopfte es an der Tür mit einem lauten und deutlichen Hinweis, dass ich mich zu beeilen habe, denn es wollen auch noch andere baden. Also gut, dachte ich mir, rubbelte mich ab und verließ das Bad eiligst und hinterließ einen Kessel mit eiskalten Wasser und verloschenem Feuer.

Ihr könnte euch sicherlich vorstellen, was danach los war. Spießroutenlaufen ist dagegen ein sanftes Streicheln mit einer Daunenfeder. Beim nächsten Badevorgang schloss ich mich zwangsläufig den Baderitualen an und da war für mich und die Mitglieder der 3 Familien die Welt wieder in Ordnung.

 (Den vergnüglichen Pinguin hat meine Kamera kürzlich im Tierpark Sababurg beim Baden erwischt. Real war natürlich Samstag Badetag, aber ich fand, dass der Beitrag „Sonntag war…“ am Sonntag besser passte).