ACHTUNG erotik


Bitte nicht lachen, denn damals habe ich mich zu diesem Thema nicht mehr getraut zu zeichnen, sonst hätte es von meinen Eltern eins an die Backen gegeben. Der Rock von der lockeren Dame ist oben angeklebt, aber jeder der Betrachter hat ihn damals angehoben, um zu sehen, was dieser Bengel für ein Schweinkram darunter gezeichnet hat. Ein leichtes Grinsen der Erleichterung zog aber dann über die Gesichter der Erwachsenen. Es waren eben damals andere und vor allen Dingen strengere Zeiten.

(Auszug aus meinem alten Karikatur-Zeichenheft, das ich mit ca. 13 Jahren mit allerlei Ideen gefüllt habe)

KAMPF


Man kämpft nicht nur mit dem Schwert,
sondern auch mit dem Herzen.

Gustav Stresemann (1878~1929) – deutscher Politiker und Staatsmann

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Serienempfehlung


Foto-75b-(82)-SerienempfehlungAufreizend, aufwühlend und in höchstem Maße furchteinflößend. Penny Dreadful ist die neue Serien-Reinkarnation der größten und unheimlichsten Figuren der Literaturgeschichte. Dorian Gray, Victor Frankenstein und die unsterblichen Vampire aus Dracula ringen mit ihren eigenen dunklen Dämonen. Und bilden das nervenaufreibende Personal einer dramatischen Seelenrettung. Mich hat vor allen Dingen die schauspielerische Leistung von EVA GREEN fasziniert (bekannt aus 007). Gute Darsteller kommen heutzutage in den von Action und Effekten überladenen Filmen sehr selten zur Geltung. ACHTUNG Suchtgefahr! Wer mit dieser Serie anfängt, will sie auch unbedingt bis zum dramatischen Ende durchgucken. Faszinierend auch die Atmosphäre. Die Serie spielt im alten London um 1900. Eine außergewöhnliche Serie, die man nicht so schnell vergisst, garantiert! https://www.youtube.com/watch?v=ZWg4P1NvsJA

verborgene SCHÖNHEIT


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Was ist überhaupt schön? Schönheit wird von jedem anders empfunden und ist daher individuell. Auch bei den menschlichen Rassen gibt es unterschiedliche Schönheitsideale. So z. B. mögen die mongolischen Männer Frauen mit flachen Pfannkuchengesichern. Und die Japaner sagen zu uns Europäern nicht um sonst Langnasen. Die Nordischen Völker haben markante Gesichtszüge und aus unserem Blickwinkel können wir dort die Geschlechter kaum unterscheiden. Jeder hat also so seine eigene Vorstellung von Schönheit und das ist auch gut so.

Einen einheitlichen Geschmack hat der Mensch allerdings bei Blumen. Blumen gefallen jedem und wir Fotografen können uns nicht abgewöhnen, sie immer wieder in den unterschiedlichsten Varianten darzustellen. Man merkt auch bei der Resonanz im Blog, dass Blumen meistens am häufigsten geliked werden. Und wenn einem als Motiv nicht anderes einfällt gehen Blumen immer. Dabei weiß man natürlich, dass der Sinn und Zweck eine Blume zu sein nicht den Fotografen dient, sondern den Insekten.

Foto-75b-(81)-verborgeneAber was ist mit der verborgenen Schönheit? Ich meine nicht die inneren Werte eines Menschen, sondern die Schönheit, die nicht so oft präsent ist, oder die dem Auge verborgen bleibt, weil sie zu klein ist. Heute schlug jedenfalls mein Herz höher, als ich durch Zufall eine „verborgene Schönheit“ entdeckt habe. Sie befand sich an einem Stiefmütterchenblatt in einer kleinen Blumenvase. Sofort transportierte ich sie an einen helleren Platz, klickte mein Makroobjektiv an die DSLR, schnitt vorsichtig mit einer Nagelschere ein Blatt aus dem Sichtfeld und schoss Freihand einige Fotos. Um noch eine bessere Schärfe herauszukitzeln, holte ich mein Stativ, aber da war das Insekt schon weggekrabbelt. Also, wie erwähnt, Schönheit ist Ansichtssache, aber diese kleine etwa 5 mm große Schönheit war für mich heute der absolute Hit. Ich finde, es hat das Stiefmütterchen hinsichtlich Schönheit sogar übertroffen, weil es auf seine Art schön ist.

Später zeigte ich meiner Frau, was sie da überhaupt in die Blumenvase gesteckt hatte. Sie schrie nur noch laut iiiiiiiiiiih. Allerdings war sie für mich trotz ihres entsetzten Gesichtsausdrucks immer noch schön 😉

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Technische Daten zum ersten Foto:
F/32 – 1/10 Sek. – ISO 1.600 – plus 0,7 LW – BW 127 mm

damals & heute


Früher hatte man weitaus weniger Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten. Gelangweilt habe ich mich auch als junger Mensch dennoch niemals und an Regentagen, wenn ich mit meinen Kumpeln nichts unternehmen konnte, habe ich in meinem „Kämmerlein“ z. B. gezeichnet. Dort konnte ich meiner Phantasie ungestört freien Lauf lassen.

Heute hat die Jugend unbegrenzte Möglichkeiten und dennoch fällt ihr oftmals nichts Gescheites ein, um den Tag attraktiv zu gestalten. Stattdessen verfällt sie vielerorts in eine einseitige Beschäftigung, die auch noch süchtig machen kann, wie Videospiele, Komasaufen, Abhängen etc. Es gibt allerdings viele junge Leute, die in der Lage sind, sich sinnvoll zu beschäftigen, kommunikativ sind und durchaus wissen, wie sie ihr Leben heute und in Zukunft gestalten wollen. Das gibt Hoffnung (pssst, aber geil ist meine neue Hülle für den PS4-Controller trotzdem) 😉

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