Aprilfrühling


78-78a079-AprilfrühlingIn das Dunkel dieser alten, kalten
Tage fällt das erste Sonnenlicht.
Und mein dummes Herz blüht auf, als wüsst es nicht:
Auch der schönste Frühling kann nicht halten,
Was der werdende April verspricht.

Aus dem Gedicht „Nennen wir es Frühlingslied“
von Mascha Kaléko (1907~1975), die eine
deutschsprachige, der Neuen Sachlichkeit zugerechnete Dichterin war.

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eindrücke am WEGESRAND


Foto-83e-(60)-amWeg

Am Wegesrand gibt es unendlich Motive,
wie ich sie liebe.
Links ein Blümchen, dort ein Halm,
sowas gibt´s nicht nur auf der Alm.
Da, eine kleine Schnecke,
herrlich, auch noch eine kecke.
Eine Spinne lauert auf Beute,
keine Angst ihr lieben Leute.

Ein Käfer krabbelt zaghaft hervor,
hoffentlich nicht in mein Ohr.
Schöne Gräser wiegen sich hin und her;
gerne seh´ ich davon mehr.
Also, schaue auch mal hier und da,
dann werden Motive auch für dich wahr.
Geh nicht so hastig gerade aus,
du kommst schon früh genug nach Haus.
Nimm dir Zeit und genieße die Natur,
das ist wahrlich das Leben pur.

Foto-83e-(68)-amWeg

Die Motive entdeckte ich letzte Woche und habe sie während eines Spazierganges in unserer Gegend fotografisch verewigt. Wenn du die zusammengefassten Fotos anklickst, werden sie größer.

Die Krokusblüte


Blütenrein, so wie Porzellan,
blinzelt im Licht, nimmt Aug` um Aug` gefangen,
schon prall gefüllt im Blütenwahn,
ist nur Erstrahlen stetig dein Verlangen.

Aus dem Gedicht „Krokusblüten“ von Silvia Milbradt (*1956)

Foto-83e-(35)-dieKrokus

Als wenn die Sonne es geahnt hätte, dass ein Fotograf vorbeikmommt, lenkte sie nur einen Strahl auf diese eine Krokusblüte. Der Hintergrund blieb im Schatten. Danke liebe Sonne für diesen einmaligen Lichteffekt.

warum?


Warum in die Ferne schweifen
und nach weiter Baumwolle greifen?
Pass auf und merke dir,
Baumwolle wächst vor deiner Tür.
Du brauchst sie nur zu pflücken
kannst damit die Oma entzücken.
Foto-83e-(08)-warumHier in Glockenborn wächst ein ganzes Feld,
ernte es und du bist ein Ökoheld.
Ein Spinnrad hat bestimmt deine Omama,
was liegt auf dem Dachboden da.
Und wenn Oma dir Socken häkelt,
wird aber nicht gemäkelt.
Denn mit Socken aus Glockenborn,
wächst dir vor Freude ein Horn.
Und du hast warme Füße beim Tragen,
das kannst du ruhig weiter sagen.
Falls sie doch eine wenig kratzen,
zieh bitte keine Fratzen.
Dann kannst sie dem Nachbarn schenken,
der wird vor Freude den Hals verrenken. 😀

Foto-83e-(07)-warum

Die Baumwollpflanze stammt ursprünglich aus den regenreichen und warmen Tropen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Bei den Mayas in Mexiko und den Inkas in Peru wurde sie schon vor über 7000 Jahren angebaut. Heute wird Baumwolle in über 70 Ländern auf allen sechs Kontinenten der Welt produziert.

HEIMAT


Heimat ist, wo eine Seele
ohne dich nicht leben kann.
Heimat ist, wo eine Seele
dir in Treue zugetan.

Aus dem Gedicht „Heimat“ von Hans-Wilhelm Smolik (1906~1962),
deutscher Schriftsteller von Natur- und Tiergeschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Foto-83e-(28)-Heimat

(Momentaufnahme aus meiner Heimat, Schauenburg
Techn. Daten: ISO 100 – 1/60 Sek. – F/22 – BW 24mm)

freu´ dich mal wieder


Freude ist unsäglich mehr als Glück,
Glück bricht über die Menschen herein,
Glück ist Schicksal.

Freude bringen sie in sich zum Blühen,
Freude ist einfach eine gute Jahreszeit über dem Herzen.
Freude ist das Äußerste, was die Menschen in ihrer Macht haben.

Rainer Maria Rilke (1875~1926 )
war ein Lyriker der deutschen Sprache. Mit seiner in den Neuen Gedichten vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik galt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.

Foto-60k-(25)-freu-dich

Und wenn es heute keinen Anlass zum Freuen gibt, dann mach ein schönes Foto, denn ein Foto sagt mehr als 1000 Worte und bringt Freude. Und wenn du keinen Apfelbaum als Motiv findest, dann mach ein Selfie und lächele dabei, so als wenn du dich freuen würdest. Und wenn das alles nicht fruchtet, beschenke ein Kind, denn wenn Kinderaugen leuchten, kommt automatisch Freude auf. Und wenn du dich überhaupt nicht mehr freuen kannst, egal über was, dann hilft vielleicht nur noch Lachgas. 😉

laut


Foto-70c-(43)-laut

Einmal werde ich noch wach,
upps, dann ist wieder überall Krach.
Eigentlich mag ich ja das Geballer,
zünde gerne an, die Knaller.
Lass die Raketen in den Himmel fliegen,
so dass sie über die Dunkelheit siegen.
Man macht sich für das Neue Jahr Mut,
aber ist das Geballer wirklich gut?
Denkt man an Hund, Katz und Maus?
Für manches Tier ist Silvester der Garaus.
Denkt jeder an die Umwelt und Feinstaub
und an Ohren die werden taub?
Denkt jeder an die maßlose Verschwendung?
Das Knallergeld findet sicher bessere Verwendung?
Aber soll man Knaller untersagen?
Da dreht sich ja mancher Magen!
Wir wollen frei sein und selber entscheiden,
und nicht gänzlich Knaller vermeiden?
Der Staat soll sich da nicht einmischen,
sonst erntet er Missmut und Zischen.
Er kann an die Vernunft appellieren
ohne seine Autorität zu verlieren.
Er kann Präventivmaßnahmen einleiten
ohne auf Paragraphen zu reiten.
Und schließlich: Silvester ohne Geballer,
das wäre doch der echte Knaller.
Ich selbst lasse nur den Sektkorken knallen
und werde hoffentlich nicht so viel lallen.