hoch, flach und langweilig


Foto-64f-(01)-TafelbergIn Nordhessen, nahe Kassel, gibt es einen kleinen Tafelberg. Rund um diesen Berg haben sich die Bürger des Ortes Burghasungen angesiedelt. Der Ort selbst ist nicht besonders sehenswert, wie die meisten kleinen Dörfer in dieser Gegend, aber der Berg ist vom Landschafteindruck her schon etwas Besonderes. Das war ´s aber dann auch schon. Selbst der Webseite fehlt es an Attraktivität. Schaut da lieber nicht rein (hihihi):
http://www.burghasungen.de/
Von der Ortsmitte her kann man den Tafelberg auf einem Feldweg besteigen. Auf der anderen Seite erreicht man die Plattform über den Eselspfad. Beim letzteren muss man schon gut zu Fuß sein, denn der Anstieg hat immerhin alpinen Charakter. Kaum war ich oben angekommen, war meine Enttäuschung groß (Hohes Gras, ein vergammelter Teich, überall Elektrozäune). Was ist denn nur aus dem Tafelberg geworden? Ich kann mich an Zeiten erinnern, da wurde die Plattform regelmäßig gemäht und zog Familien mit Kindern an, die dort grillten, spielten und anderen Freizeitaktivitäten nachgingen. Der Berg ist vulkanischen Ursprungs und in der Mitte befindet sich auch heute noch ein kleiner Teich. Früher war er allerdings gepflegt, die Frösche quakten und ringsherum konnte man auf teilweise überdachten Sitzplätzen verweilen. Und heute? Alle Bänke sind weg und der Teich ist völlig vergammelt. Lediglich ein paar Seerosen sorgten noch für einen gerade noch akzeptierbaren Anblick. Also, ich bin von dem Tafelberg total enttäuscht und werde ihn so schnell nicht mehr besteigen. Ich habe den Link dieses Beitrages mal an die Gemeinde von Burghasungen weitergeleitet. Mal seh ´n, ob sie eine Gegendarstellung postet. Obwohl ich diesen Tafelberg eigentlich als Motivlieferant schnell vergessen möchte, habe ich euch dennoch ein paar Bilder mitgebracht.

Die kleine Kirche kennt ihr ja schon.
Durch eine andere Perspektive des Turms habe ich
das schöne Mohnfeld entdeckt.
Foto-64f-(02)-Tafelberg

 Ein Kloster war hier auch einmal

 Hier habe ich versucht, aus dem „verlassenen“
Teich ein ansehnliches Foto zu machen
Foto-64f-(07)-Tafelberg

 Die Ansichten in die schöne Landschaft sind natürlich einmalig

 Dieser Schmetterling ist zwar nicht tafelbergüblich,
aber immerhin schön anzusehen.

auf der Suche nach dem Mohn


Foto-64f-(37)-MohnfeldFoto-64f-(03)-Mohnfeld

Ich hatte die Suche bereits aufgegeben, in unserer Gegend ein wildes Mohnfeld zu finden. Dann bemerkte ich auf einem Foto im Hintergrund einen roten Streifen (Siehe Kirchturmfoto auf 3 Uhr). Das konnte eigentlich nur ein Mohnfeld sein. Heute morgen machten ich mich gleich auf die Suche und klapperte die Feldwege bei Burghasungen ab und – welch eine Freude – ich entdeckte ein wundervolles großes Mohnfeld. Leider war es heute noch arg bewölkt, so dass ich keine spektakulären Fotos machen konnte. Ein paar habe ich euch aber schon einmal mitgebracht, aber morgen soll – zwar bei 32 Grad – die Sonne den ganzen Tag glühen und ich hoffe, euch dann noch weitere Mohnfotos präsentieren zu können.

Monarchie auf dem Froschteich


Foto-64f-(20)b-Froschmonarch

Foto-64f-(06)b-FroschmonarchIch bin gestern auf den Tafelberg von Burghasungen (ein ergänzender Beitrag kommt später) gestiegen, um Frösche zu fotografieren, denn ich wusste, dass sich dort ein kleiner Teich befindet.

Foto-64f-(23)b-FroschmonarchAls ich ankam, war ich doch ausgesprochen enttäuscht, denn es ließ sich kein einziger Frosch sehen. Entweder war ich jahreszeitmäßig zu spät oder zu früh (keine Ahnung), oder es gibt dort einfach keine Quaker mehr. Vorsorglich hatte ich meine Ausrüstung mit langen Brennweiten bestückt, um die Tiere möglichst nah heranzoomen zu können. Diese Konstellation war auch ohne Frösche nicht ganz nutzlos, denn mit langen Brennweiten kann man bekanntlich ganz ordentliche Makroaufnahmen machen, wie meine gestrigen Fotos zeigen. Foto-64f-(24)b-Froschmonarch

Als ich einige Insekten und Blumen auf den Sensor gebrannt hatte, wollte ich mich schon wieder von dem kleinen Teich auf dem Tafelberg entfernen. Da hörte ich hinter mir ein leises aber deutliches Quaken „Du da, bleib hier und schau dich mal um“. Ich tat es prompt und traute meinen Augen nicht. Es war ein Froschkönig und als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass der ganze Teich voller Froschkönige und Froschprinzen war. Aufgeregt schoss ich ein paar Fotos, die ich euch hiermit nicht vorenthalten möchte.

Aber wo ist denn nur das Volk der Könige und Prinzen, die normalen Frösche, geblieben? Die Beantwortung dieser Frage muss ich leider offen lassen, denn selbst die hochherrschaftlichen Teichbewohner konnten oder wollten mir keine Antwort geben.

Foto-64f-(21)b-Froschmonarch

fleißig


Diese fleißige Hummel habe ich vorhin auf dem Burghasunger Tafelberg entdeckt. Weitere Fotos folgen nachher 🙂Foto-64f-(27)-fleißig

(Nikon 1 V2 – Nikon FT1 Bajonettadapter  – Nikon AF-S DX Nikkor 55-200 mm 1:4-5,6G ED VR II  – F/8 – 1/500 sek. – minus 1LW – BW 540 mm bei KB)

Taktik oder unprofessionell?


Gestern hat uns bekanntlich unsere Nationalelf gegen Polen mit einem müden Null-zu-Null gequält. Also, ich war froh, als dieses langweilige Spiel endlich vorbei war. Was ist nur aus dem Weltmeister geworden? Bei der gestrigen Vorstellung wurde er seinem Titel jedenfalls nicht gerecht.
Oder war alles nur Taktik? Sollte der Löw darauf abzielen, Gruppenzweiter zu werden, damit seine Mannschaft nicht gegen Italien antreten muss? Italien, unser Horrorgegner und da wäre eine Niederlage schon vorprogrammiert. Solche taktischen Spielchen gab ´s ja schon einmal. Erinnern wir uns an Sepp Herberger und „Das Wunder von Bern“.
Ich glaube allerdings nicht, dass der Löw solches im Sinn hat, weil er ja zur Zeit andere Probleme hat, wie z. B. den Juckreiz (hihihi). Ich vermute eher, die Jungs haben gestern einfach nur schlecht gespielt und hoffe natürlich auf eine Steigerung, denn ein Turnier ist für eine Überraschung immer gut. Nachfolgendes Bild kennen ja schon einige. Ich habe es nur ein wenig aktualisiert.
Foto-64e-(26)d-NullNull

Die braven Insekten vom Reinhardswald


Foto-64c-(31)-InsektenEs tut mir leid, aber ich höre einfach nicht auf, euch weitere „Urwaldbilder“ zu präsentieren, weil sich noch Spuren der Euphorie von meiner 2-tägigen Fotosafari in meinem Blut befinden. Ich hoffe, das interessiert überhaupt noch jemanden. Um etwas Abwechslung in diese Serie zu bringen, zeige ich euch heute ein paar brave Insekten, die ich ebenfalls im Urwald vom Reinhardswald auf den Sensor gebannt habe. Warum brav? Na, weil sie kurz still gehalten haben sie mir somit verwackelungsfreie Fotos ermöglichten. Einfach war das dennoch nicht, denn die Viecher waren extrem klein und dann war es auch noch windig und die Blüten wackelten nervös hin und her. Foto-64b-(37)-InsektenDer kleine hübsche Flugkäfer mit den roten Punkten auf den Flügeln war besonders schwer zu erwischen, weil er auch noch unruhig umherkrabbelte. Außerdem war er winzig, d. h. vielleicht nur 8 mm lang, was das scharfe Fotografieren besonders schwer macht. Ihn habe ihn gute 10 Minuten mit dem Makroobjektiv freihand verfolgt und vielleicht 15 unbrauchbare Aufnahmen geschossen. Die Mühe hat sich aber gelohnt, denn zum Schluss zeigte er mir auch noch das Innenleben seiner hübschen Flügel. Diese pergamentartigen Flugflügel haben alle Käfer, die zum Fliegen wie ein faltbarer Regenschirm ausgefahren werden. Die äußeren harten Flügelhauben sind nur Show zum Angeben oder bieten Schutz vor Feinden und eignen sich nicht zum Fliegen. Die Entomologen unter euch können zu diesem Thema, oder zu dem von mir abgebildeten Insekten bestimmt noch ergänzende Kommentare abgeben. Ich würde mich jedenfalls freuen 🙂

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