ZUHÖREN können


Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du eh schon weißt. Wenn du aber zuhörst, kannst du unter Umständen etwas Neues lernen.

Tenzin Gyatso (*1935)
bekannt unter
Dalai Lama, tibetanischer Mönch

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Aber leider fällt das ZUHÖREN heutzutage schwer. Die meisten Menschen sind doch nur mit sich selbst beschäftigt und reden aneinander vorbei. Auch in der Familie findet oftmals keine Kommunikation mehr statt, weil jeder nur an sich selbst denkt und seinen eigenen Interessen nachgeht. Eigentlich ist der Mensch doch ein sozial orientiertes Lebewesen und hoffentlich besinnt er sich eines Tages wieder, danach zu leben. Leider wurde aber dem Menschen keine Vernunft in die Wiege gelegt. Er muss sie erst erlernen.

Wir wollen FRIEDEN!


We want peace – Nous voulons la paix – Queremos la paz

Wenn das Zähne zeigen und Säbelrasseln der Weltmächte so weiter geht und in der Politik keine Vernunft mehr einkehrt, können wir bald die alten Bunker restaurieren. Ich hoffe natürlich, dass es nicht dazu kommen wird. Vielleicht aber ist der Mensch in seinen Genen dazu geschaffen, sich selbst zu zerstören. Dann wäre jegliche Bemühung um Frieden, Humanität und Stabilität nutzlos.

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die KAPUTTE gabel


Wenn ich den Herkules-Markt in Baunatal besuche, hole ich mir beim Bäcker gerne eine Tasse Kaffee und manchmal auch noch etwas dazu. Kürzlich stellte ich mich wieder an der Kaffeeausgabe an. Vor mir war ein älterer Mann mit seinem Urenkel, einem kleinen etwa 3 Jahre alten niedlichen Jungen. foto-71c-29-die-kaputte-gabelDie Bäckerei-Fachverkäuferin war sehr angetan von dem Kleinen, der irgendwie Sympathie ausstrahlte, aber auch genau wusste, was er wollte. Der Opa verzog sich mit einer Tasse Kakao, einem Kaffee und zwei halbe Stück Kuchen in Richtung Sitzgelegenheit. Dabei war er sich nicht bewusst, dass die 2 halben Kuchen, die sich auf einem Teller befanden, ihm zum Verhängnis wurden. Kurze Zeit später schritt der Opa wieder in Richtung Bedienung mit der Bitte, dass er einen zweiten Teller benötige, weil der Kleine seinen eigenen haben wolle. Wieder zog ein freundliches Lächeln über die Gesichter der Kunden und des Personals und keiner reklamierte, dass der Ablauf durch die Sonderwünsche foto-71c-30-die-kaputte-gabeldes Knirpses ein wenig ins Stocken geraten war. Ich wollte gerade meine Bestellung aussprechen, aber das war nicht möglich, weil eure Durchlaucht der Kleine jetzt persönlich anschritt und die Kuchengabel mit der Begründung reklamierte, dass diese kaputt sei. Die Verkäuferin war ein wenig irritiert, lächelte aber immer noch und fragte, wo sie denn kaputt sei. Dann zeigte der kleine mit seinem Zeigefinger, der kaum größer war, als ein Zacken der Gabel und knubbelte an dem asymmetrischen linken Zacken herum. Die Verkäuferin – sie lächelte immer noch, obwohl bereits ein Raunen durch die Kundschaft streifte, die ungeduldig wartete, dass sie ihren Kuchen endlich bestellen könne – versuchte dem Kleinen zu erklären, dass Kuchengabeln eben so aussehen und zeigte ihm als Beweis eine zweite. Der Kleine war aber überhaupt nicht zufrieden mit diesen komischen Kuchengabeln, stopfe die „kaputte“ blitzschnell in den Behälter zurück und schnappte sich eine große Essensgabel, die er stolz vor sich hertrug und eiligst zu seinem Uropa zurück rannte. foto-71c-31-die-kaputte-gabelAlso ich fand das Ereignis ausgesprochen erheiternd und gäbe es doch mehr von solchen kleinen Menschen, die sich unbeirrt gegenüber den Erwachsenen durchsetzen können. Hoffentlich erweitert sich diese Einstellung des Knirpses mit der Kuchengabel im Laufe seines Lebens mit der Tendenz zu einem selbstbewussten Mann, der weiß was er will. Ich wünsche es ihm und der Jugend generell. Und was lernt man aus dieser Geschichte? Trage immer eine Gabel in der Hosentasche, denn man weiß nie, wozu sie eines Tages mal gut sein wird 😉

bedienung BITTE …


… rief ich unaufhörlich, aber es ließ sich kein Personal blicken.foto-71a-36-bedienung-bitte

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Und so saß ich noch bis zum späten Nachmittag dort und hätte gern einen heißen Kaffee oder Glühwein zu mir genommen, aber Pustekuchen, nichts tat sich.

 

Also zog ich wieder von dannen, durstig mit hungrigem Magen und genoss wenigstens noch einen schönen Sonnenuntergang.

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die ZWEI


Zwei Loks parken einsam und allein, 
die eine schmutzig, die andre fein.

Eine lässt sich  lustlos hängen,
die andere ist schicker und das um Längen.
Die Blaue hat sich extra rausgeputzt,
aber die Rote ist darüber nicht verdutzt.

Die Rote liebt eher Natur und Rost,
die Blaue hingegen bunte Farbe und Dieselmost.
Die Rote rußt den Himmel dunkel,
die Blaue mag kein Umweltgemunkel.

Auch sonst sind beide sehr verschieden,
vielleicht werden sie sich dennoch verlieben.

Aber wen interessieren ihre Gefühle schon,
für manche klingen Lokprobleme eher wie Hohn.
So stehen sie auch heute noch einsam und verlassen
und keiner will sie noch nicht einmal hassen.

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„was geht“ im NEUEN jahr?


„Was geht, Alter?“ Eine typische Frage der Jugend oder derer, die sich für cool halten. Und was geht oder wird im neuen Jahr? Ich habe keine Ahnung! WALDEWAHR der Wahrsager weiß es vielleicht. Ich jedenfalls hoffe, dass sich die Weltlage verbessert, Krisenherde weitgehend verschwinden, der Terror erfolgreich bekämpft wird und wir weiterhin in Frieden leben können. Aber vielleicht müssen wir alle umdenken und nicht zu viel von der Zukunft erwarten. Vielleicht haben wir den Höhepunkt von Wohlstand und Lebensstil erreicht und müssen uns daran gewöhnen, dass es auch mal bergab gehen kann. Vielleicht ist das Optimum der weltweiten Krisen bereits erreicht und es kann nur noch besser werden. Ich selbst gehe mit positiven Gedanken ins Neue Jahr, denn sich selbst mit negativen Zukunftsvisionen zu martern bringt absolut nichts. Lassen wir das Neue Jahr also einfach auf uns zukommen, denn ändern können wir ohnehin nicht viel. Allerdings, wer die Jahresereignisse nicht abwarten kann und sich schon heute seine Zukunft deuten lassen möchte, den kann ich gerne an meinen Hauswahrsager WALDEWAHR vermitteln, gegen eine geringe Gebühr, versteht sich 😉foto-70d-22c-was-geht

WALDEWAHR hatten wir vor vielen Jahren auf einem holländischen Trödelmarkt erworben; er ist gut 30 cm groß. Die Echtglaskugel (sehr schwer) hatten wir mal versehentlich auf der Fensterbank abgelegt, unbenannt-1was einer daneben liegenden Puppe ihre Schönheit raubte (Lupeneffekt!). Heute liegt die Kugel sicherheitshalber im Schatten. Die Puppe selbst haben wir restaurieren lassen. Allerdings ist sie nicht mehr das, was sie einmal war.

KUNIBERT & ELFRIEDE (3)


foto-70c-49-kunibertfoto-70c-45-kunibertIch bin ELFRIEDE, ein Gartentroll. Mich zeichnet Sensibilität und Klugheit aus. Ich habe über die Festtage nicht zugenommen, weil ich von der leckeren, aber fetten Weihnachtsente nicht so viel genascht habe und ich mich auch sonst bewusst ernähre. Und wenn ich HUGO vertrieben habe, kann ich ja im Garten wieder meinem Yoga oder anderen Übungen nachgehen, die meinem Geist und Körper gut tun. Leider bin gelegentlich etwas zickig, raste manchmal völlig aus und man sollte mir dann lieber nicht zu nahe kommen und schon gar keine Rentiere. Aber keine Bange, auch ich habe einen liebevollen Kern und meine guten Seiten. Vielleicht fehlt mir einfach nur der richtige Partner, der mich in guten und schlechten Zeiten durch mein Trollleben begleitet.

Fortsetzung folgt

KEINER mag mich


Dabei gucke ich doch heute im Neuen Jahr besonders freundlich. Aber nein, keiner hat mich über die Festtage gegessen und einfach trocken und ausgedörrt hier auf diesem komischen Fell liegen gelassen. Wenn das so weiter geht, opfere ich mich freiwillig als Vogelfutter. Das hätte die Menschheit dann davon, sowas leckes einfach zu ignorieren. Selbst zu Silvester hätte man mich wenigstens zum Rotwein knabbern können. Selber Schuld, wenn die Rotweintrinker stattdessen Sodbrennen bekommen. Nun gut, ich rege mich jetzt nicht mehr auf und harre der Dinge, die auf mich zukommen. Und falls ich 2018 immer noch hier liege, können sich die Menschen zur Strafe ruhig die Zähne an mir ausbeißen, denn dann bin ich steinhart und endgültig zu einem Fossil mutiert.

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abenteuer mit HUGO (7)


 Jetzt haben wir den „Salat“. HUGO hat das Geweih voll von diesem miesen, trüben Nieselwetter und hat sich in sonnigere Gefilde ab gemacht. Hoffentlich schafft er es, bis morgen, am Heiligen Abend, wieder zurück zu kehren, denn wenn dem Weihnachtsmann ein Rentier fehlt, ist sein Schlitten nicht mehr so schnell und er kann womöglich nicht alle Geschenke rechtzeitig austragen. Also, falls der eine oder andere morgen KEIN Geschenk erhält, nicht verzagen, es kommt vielleicht noch, aber eben ein bisschen später. Dennoch, so ganz finde ich das nicht in Ordnung, dass HUGO so kurz vor Weihnachten herumzickt und die Situation ausnutzt. Es sollte auch einem Rentier bewusst sein, dass jedes ersetzbar ist! Notfalls wird der Weihnachtsmann alternativ einen Damhirsch vom Habichtswald zwischen den anderen Rentieren vor seinen Schlitten spannen. Wäre vielleicht ganz witzig, so ein MultiKulti-Schlittengespann.
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von BEEREN & BÄREN


55-55b020-vonbeerenEin Brombär, froh und heiter, schlich
durch den Wald. Da traf es sich,
dass er ganz unerwartet, wie’s
so kommt, auf einen Himbär stieß.53-53b001-vonbeerenDer Himbär rief – vor Schrecken rot – :
„Der arme Stachelbär ist tot!
Am eignen Stachel starb er eben!“
„Ja“, sprach der Brombär, „Das soll’s geben!“
und trottete – nun nicht mehr heiter –
weiter …57-57a078b-vonbeeren57-57a082-vonbeerenDoch als den „Toten“ er nach Stunden
gesund und munter vorgefunden,
kann man wohl zweifelsohne meinen:
Hier hat der andre Bär dem einen
’nen Bären aufgebunden!

(Heinz Ehrhardt)