russische KRINGEL gefällig?


Kurz nach der Wende wurden die Flohmärkte der alten Bundesländer mit einer Fülle von Waren, Hausrat und technischen Artikeln aller Art überschwemmt. Die Renner waren damals russische Nachtsichtgeräte, die man heute von anderen Herstellern zu moderaten Preisen bekommt. Auf dem Fotosektor wurden viele Kameras und Objektive angeboten, die für mich als NIKON-Fotograf allerdings nicht interessant waren. Dennoch schlenderte ich damals gerne über die Flohmärkte, die durch die neuen Waren vielleicht sogar etwas mehr Charme bekommen haben. Dann fiel mir so ein dickes schwarzes Rohr auf, das auf einem Fotostand lag. Ich schaute es mir genauer an und bemerkte, dass es ein riesiges Teleobjektiv war und zwar ein Spiegeltele mit einer Brennweite von 1.000 mm. AUE-II-a-03-russischeDas wäre als Ergänzung zu meiner damals noch analogen Ausrüstung durchaus interessant gewesen und 1.000 mm, wow, das entspricht ja einer 20-fachen Vergrößerung; sensationell dachte ich mir. Dennoch zögerte ich und verließ den Stand ohne etwas zu kaufen. Mein Interesse bemerkte wohl ein anderer Besucher, der mich mit einem russischen Akzent ansprach. Er erwähnte, die Dinger sind von der optischen Leistung her hervorragend. Man müsse nur in die Objektiv hineinschauen, ob die Spiegel rein sind und gut verbaut wurden. Das tat ich dann auch und ich kaufte das Riesenteil für 200,00 DM. Ungeduldig machte ich mich auf um das Objektiv zu testen und ich war beeindruckt von der Schärfe und Brillanz der Fotos. Ich postete bereits einige Fotos, die ich mit diesem Objektiv geschossen hatte. Hier sind noch zwei. Man sieht, dass man mit so einer großen Brennweite sogar im Nahbereich interessante Effekte erzielen kann. Beeindruckt hat mich auch das Buket und die Kringel, die sich bei Spiegelteles aufgrund des inneren Aufbaus zwangsläufig ergeben. Das Licht strahlt in das Objektiv, wird mit Spiegeln auf einen anderen Spiegel in der Mitte reflektiert und gelangt dann erst auf den Film. Das hat den Vorteil, dass die Spiegelobjektive sehr kurz, aber dafür dicker sind. AUE-II-a-22-russischeEgal, ich war damals begeistert und lief eine Zeitlang mit Stativ und den Tele herum. Für die Digitalfotografie wäre heute so ein Tele uninteressant, weil es keinen Bildstabilisator hat und sehr lichtschwach ist. Außerdem erreichen heutzutage einige Bridgekameras bereits an die 2.000 mm Brennweite, bei denen man allerdings von der optischen Leistung her gewaltige Abstriche machen muss. Dieses Foto hatte ich bereits gepostet. Der weit entfernte Bohrturm war mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, aber das Russentele hat ihn mir schön nah herangeholt und sogar die Sonne vergrößert.63-63b052-russische

GIER


Das Geld gleicht dem Seewasser.
Je mehr davon getrunken wird,
desto durstiger wird man.

Zitat von Arthur Schopenhauer (1788~1860) deutscher Philosoph

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die erde ist eine SCHEIBE …


… denkt sich dieses Entchen und wenn man den schwindenden Horizont anschaut, könnte man ihr sogar recht geben. Immerhin haben es bis zum 16. Jahrhundert die meisten Menschen ebenso geglaubt und Gelehrte, wie Galileo Galilei, die das Gegenteil behaupteten, wurden damals des Ketzertums bezichtigt. Also sind wir tolerant und lassen heute dem Entchen seinen Glauben. 😉

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Unabhängigkeit


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In der Einsamkeit ist es leicht, nach eigenen Vorstellungen zu leben – aber bewundernswert ist nur der, der sich in der Gemeinschaft die Unabhängigkeit bewahrt.

Sagte einst Ralph Waldo Emerson (1803~1882)
US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist

abendstimmung


70-70b099-AbendstimmungAbendglühn zittert auf träumender See.
Eine Möwe zieht ihre einsamen Kreise.
Auf dem Wasser treibend ein Boot.
Und leise, leise
Bringt mir der Wind eine müde Weise.

Aus den Versen „Abend am Strand“ von Joachim Ringelnatz (1883~1934) deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler. Foto-75b-(57)-Abendstimmung

Ich könnte dazu noch ein romantisches Lied singen.
NEIN, lass mir doch lieber einen Cappuccino bringen,
Denn singen tat ich früher ganz gern,
Aber das ist schon sehr sehr fern.