ein OLDTIMER am schloss (2)


AUE-II-a-70-einOldtimerEs ist schon eine Weile her, da schlenderten meine Frau und ich wieder einmal in der Karlsaue, Kassel herum. Dabei ist es natürlich Pflicht, das herrliche Schloss AUE-II-a-66-einOldtimer„Orangerie“ nicht auszulassen. Als wir uns ihm näherten, trauten wir unseren Augen nicht. Da machte es doch tatsächlich töfftöfftöff und ein Oldtimer mit 3 jungen Männern fuhr auf und ab und zog eine Qualm Wolke hinter sich her. Die Männer waren sogar passend gekleidet, AUE-II-a-73-einOldtimerfeierten sicherlich das Ende ihrer Walz und gönnten sich als Abschluss eine Tour mit einem uralten Auto. Ich ließ es mir nicht entgehen sie anzusprechen, um einige Fotos zu schießen. Sie nahmen mein Angebot gerne an und einige Abzüge habe ich ihnen danach auch zukommen lassen. AUE-II-a-72-einOldtimerEs waren wirklich sehr nette junge Männer, sie waren gut drauf und wir waren uns von Anfang an sympathisch. Einige Tage später besuchte uns sogar der Chauffeur samt Gefährt in unserem Dorf. Die Anwohner staunten nicht schlecht, als dieses alte TöffTöff durch die Straßen knatterte. Ein echtes Ereignis, das uns viel Freude bereitet hat. AUE-II-a-65-einOldtimerWenn ich die alten Fotos (von DIAs reproduziert) allerdings heute betrachte, würde ich sagen, das hätte ich damals besser machen können. Nicht etwa, weil ich keinen guten Fotoapparat dabei gehabt habe, sondern sie sind mir alle viel zu steril. Die Personen wirken wie dahingestellt. Die Dynamik fehlt einfach, aber man lernt ja bekanntlich im Leben und auch in der Fotografie nie aus.AUE-II-a-68-einOldtimer

das WEHRHAFTE schloss


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Wer den Eintritt nicht bezahlt und über den Zaun klettert, den bestraft die Unvernunft. NEIN, so schlimm ist es heutzutage nicht, obwohl diese goldenen „Speerspitzen“ doch schon ziemlich gefährlich aussehen. Der wundervolle Park um das Schloss Wilhelmsthal bei Calden nahe Kassel ist natürlich frei zugänglich und lädt nicht nur an Sonnentagen zu einem ausgiebigen Besuch ein. Gestern war wieder so ein Tag und da ich mich in dem Park schon des Öfteren fotografisch ausgetobt hatte, war ich diesmal auf der Suche nach außergewöhnlichen Perspektiven und Motiven. War nicht so einfach, denn nicht nur die vergoldeten „Speerspitzen“, sondern auch der gesamte Park war in ein herrliches Gold eingebettet (Fotos folgen) und da fiel die Entscheidung natürlich schwer.

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Und hier ist nun auch die Auflösung des gestrigen Rätsels. Dieses Fotos entstand im Gegenlicht und man weiß, dass Farben nur durch Reflektionen des Lichtes entstehen. Foto-78b-(02)-das-wehrhafteFolglich kommt bei Gegenlichtaufnahmen nur wenig Licht von hinten und daher entfalten sich auch kaum Farben. Die vergoldeten Zaunspitzen wirken daher sehr trist und wo ist die Sonne? Die hat der Fotograf hinter der vertikalen Verstrebung versteckt. Einige Sonnenstrahlen sammeln sich aber auf der Rückseite des vorderen Teils und werden auf die Innenseite des hinteren Teils reflektiert, das dann zwangsläufig gold leuchtet. Dieser Effekt wurde noch verstärkt, weil die Sonne am Nachmittag ohnehin schon sehr „goldig“ scheint. War nicht einfach – ich weiß – aber das Rätsel wurde immerhin von einem Blogger gelöst.

HERKULES auf abwegen


Foto-77e-(39)-HerkulesHerkules ist sicherlich den meisten bekannt. Herakles oder Herkules bedeutet sinngemäß „der sich an Hera Ruhm erwarb“. Er war für seine Stärke bekannt, ihm kamen göttliche Ehren zu und wurde in den Olymp aufgenommen. Um Herakles ranken sich viele Sagen. Demnach war er der Sohn des Zeus und der Alkmene.

Foto-77e-(40)-HerkulesUnd was treibt Herkules heute? Ich hatte die Gelegenheit, ihn heimlich fotografieren zu können und habe ihn dabei ertappt wie er gerade seine Wut an einem Baum auslässt. Foto-77e-(41)-HerkulesWie man sieht, klafft er eine uralte Eiche auseinander. Einfach nur aus Übermut oder was hat er für eine Motivation?. Was ist nur aus Herkules geworden? Früher hat er den Menschen in Notlagen geholfen, mal dank seiner enormen Kraft einen Ochsenkarren aus dem Schlammloch gehoben und mal mit den bloßen Händen einen wilden Löwen getötet. Foto-59-(211)-HerkulesHeutzutage hat er in dieser Hinsicht anscheinend nichts mehr zu tun, denn den meisten Menschen geht es gut und wilde Löwen gibt es in Europa nicht mehr. Ebenso keine Ochsenkarren und die heutigen SUV´s haben durchweg Allradantrieb und kommen mit eigener Kraft locker aus jedem Schlammloch.

 

Dennoch verstehe ich nicht, dass Herkules nur noch Schabernack im Kopf hat. Er lebt doch schließlich in einer herrlichen Gegend, im Reinhards Wald und seine Residenz, die Saba Burg wird manchen Hausbesitzer vor Neid erblassen lassen. Foto-77e-(43)-HerkulesSelbst seine Lebensgefährtin, das Rotkäppchen, das mittlerweile erwachsen geworden ist und sich extra für ihn rausgeputzt hat, hat von seinen Eskapaden genug und geht lieber alleine spazieren. Dabei nützt es ihm auch nichts, wenn er versucht, sie mit Kaffee und Kuchen einzuwickeln. Foto-77e-(29)-Herkules

Ich glaube, Herkules fehlt einfach nur ein Hobby, das seinen Geist beschäftigt und den Tag ausfüllt. Falls ich ihn noch einmal treffe, werde ich ihm vorschlagen, Hinkelsteine zu produzieren und Hinkelstein-Weitwurf-Wettkämpfe zu veranstalten. Da könnte er immerhin seine Kraft sinnvoll einsetzen. Foto-77b-(48)-HerkulesSicherlich ergeben sich dann erneute interessante Situationen für Fotografen, wenn Obelix wutentbrannt antrabt, die beiden sich kloppen und sich gegenseitig die Hinkelsteine über den Schädel hauen.

spaziergang voller NEUentdeckungen


1000mal schon da gewesen, im Schlosspark vom Bad Wilhelmshöhe, und immer wieder etwas Neues entdeckt. So erging es mir auch heute. Aber nun schaut selbst, wenn ihr mögt:

Blick über den Lac Foto-77a-(29)-Spaziergang

Schloss und Wasserspiegelungen

eine einsame Insel mit „Palme“Foto-77a-(40)-Spaziergang

der neugierige Rabe HuckebeinFoto-77a-(42)-Spaziergang

eine Teichralle

auf dem Heimweg wurde ich noch mit
schönen Uferblumen belohntFoto-77a-(44)-Spaziergang

Leider fiel mir beim Objektivwechsel mein Telezoom herunter und knallte auf den Schotterweg. Anfänglich funktionierte es noch, aber dann konnte ich nicht mehr fukussieren. Mist, da sicherlich teure Reparatur, aber es gibt Schlimmeres.

MÄRCHENSCHLOSS & HINTERLAND


Foto-74-(281)b-MärchenschlossSo, das war ´s, meine lieben Blogger und Freunde. Hiermit schließe ich das Kapitel USEDOM. Ich hoffe, ich habe euch mit meinen Eindrücken, kleinen Geschichten und Fotos über diese herrliche Insel unterhalten. Wer noch einmal Revue passieren lassen möchte, kann rechts auf der Seitenleiste in der Tagswolke USEDOM anklicken und bekommt zusammenfassend alle meine Posts.

Man sagt ja immer, das Beste soll man sich zum Schluss aufheben. Heute breche ich einfach mal diese Regel und präsentiere euch zwar nicht das Schlechteste, aber immerhin die Stadt Usedom aus dem Hinterland. Foto-74-(295)-MärchenschlossHinterland im wahrsten Sinne des Wortes, denn hier denkt man wirklich, die DDR ist noch präsent. Foto-74-(292)-MärchenschlossIch habe mich dort auch nicht lange aufgehalten. Dennoch war ich neugierig und stieg schwitzend auf den Schlossberg. Oben angekommen sah ich allerdings kein Schloss, sondern nur ein Denkmal, grrrr. Foto-74-(297)-MärchenschlossDennoch soll es im „Hinterland“ einiges Sehenswertes geben. Berlienchen schreibt hierzu folgendes: „Hast du dir das Hinterland um das Achterwasser auch angesehen? Es gibt so viele schöne kleine Orte, Rankwitz ist ein kleiner Geheimtipp, der gar nicht mehr so geheim ist. Foto-74-(296)-MärchenschlossIn Benz steht eine wunderschöne Mühle, die vom Maler Niemeier-Holstein genutzt wurde, in Mellenthin gibt es ein schönes Wasserschloss“.

Auf dem Rückweg nach Ückeritz fiel mir ein Hinweisschild „Schloss Stolpe“ auf. Ich dachte mir, das nehme ich noch mit, damit sich die lange Fahrt wenigstens gelohnt hat. Und tatsächlich, ein schönes und traumhaftes Schloss präsentierte sich mir. Auf der anderen Seite der Straße war ein kleiner See, so dass ich auch noch ein Spiegelbild in das Foto „zaubern“ konnte.

Foto-74-(284)-Märchenschloss

Ein wirklich beeindruckendes Schloss und ich hätte es mir gerne auch von innen angeschaut, aber es war montags geschlossen. Gegenüber in dem Hotel fand eine Hochzeitsgesellschaft statt und ein kleines Mädel, schick rausgeputzt im weißen Kleid, lief mir noch vor die Linse, sozusagen das I-Tüpfelchen für das Foto. Das schöne stilistische Pferd steht vor einen Restaurant direkt neben dem Schloss.


Von hinten konnte sich das Schloss Stolpe auch sehen lassen. Allerdings wurde man von einer hellen kahlen Wand im wahrsten Sinne des Wortes geblendet. Ich finde, da hätte sich der Schlossbesitzer etwas einfallen lassen können,  z. B. wie hier mit dem Schlosswappen. Bestimmt war die Sanierung des Schlosses nicht gerade billig und da wären die zusätzlichen Kosten für die Verschönerung der Wand sicherlich unerheblich gewesen.

So, das war ´s und jetzt widme ich mich wieder den „normalen“ Posts, aber ich habe hinsichtlich ausgehender Ideen keine Bange, denn die Documenta 14 steht vor der Haustür und bietet unendliche Motive, Eindrücke und Geschichten. Bis bald.