brrr – quaaak – grummel – tocktock – huaaa – tssss ….


Keine Bange, der Putetet ist NICHT verrückt geworden! Wir haben in der Karlsaue, Kassel ein interessantes Kunstwerk entdeckt, aber eigentlich nur gehört. Optisch gibt es nämlich überhaupt nichts her; muss es ja auch nicht, denn es ist schließlich ein Klangkunstwerk. Auf dem Wasser befinden sich Bojen die Geräusche von sich geben. Zwischen den Bäumen sind aufgestapelte Zweige unter denen sich Lautsprecher befinden. Den besten akustischen Eindruck hat man, wenn man sich auf eine Bank setzt, oder zwischen den Bäumen hin und hergeht um sich dann von Tönen und Stimmen unterschiedlichster Art berieseln lässt. Wir fanden, das war eine wirklich außergewöhnliche und ansprechende Idee des Künstlers BENJAMIN PATTERSON.

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auf der SUCHE nach der „LIVING PYRAMID“


Foto-75b-(10)-auf-der-SucheSo, ihr lieben Blogger, hier ist wie angekündigt mein Post über die „lebende Pyramide“ der Künstlerin AGNES DENES. Die Konzeptkünstlerin wurde 1938 in Budapest (Ungarn) geboren und lebt bereits seit 1954 in New York. Ihr Kunstwerk, das sie speziell für die Documenta 14 geschaffen hat, soll den Zyklus der Natur im Zentrum darstellen. Allerdings hatten wir ein kleines Problem, denn wir haben die Pyramide nicht so schnell gefunden. Die Hinweise zu den Kunstwerken der d XIV sind äußerst miserabel. Da die Kunstwerke extrem weit auseinander stehen, hätte man sich mindestens bessere Wegweiser gewünscht. Auch das Kartenmaterial, das wir uns besorgt hatten, war absolut unverständlich und schlecht dargestellt. Als ob wir das geahnt hätten, denn am gestrigen Tage hatten wir uns lediglich vorgenommen, die Pyramide zu besichtigen. Als wir aber – wie viele andere Besucher auch – ziellos umherirrten, wurden wir immerhin von der schönen Atmosphäre des Universitätsviertels in Kassel belohnt. Hier kreuzen sich moderne Architektur mit alter.

An jeder Ecke gibt es origninelle Kneipen mit  gut gelaunten und interessanten Gästen. Als wir das sahen dachten wir spontan „so schön kann Multikulti sein, wenn doch alle Menschen nur friedlich wären“. Foto-75b-(29)-auf-der-SucheWir kamen auch an einigen alten restaurierten Gebäuden vorbei. Selbst ein oller Schornstein des ehemaligen Henschelwerkes zeigte uns aber nicht den Weg zur Pyramide. Auch ein Graffitikünstler hatte keine Ahnung, wo sich dieses Gebilde befindet.

Er war eben mit seinem eigenen Kunstwerk genug beschäftigt, was man verstehen konnte. An einigen Gebäudemalereien wurde uns bewusst, wie vergänglich auch Kunst sein kann. Foto-75b-(18)-auf-der-SucheZwischendurch mussten wir uns bei 28 Grad stärken (heute waren es 32), um mit neuer Kraft die Suche fortzusetzen. Foto-75b-(21)-auf-der-SucheDoch dann, nach gut einer Stunde Fußmarsch kam die Rettung, eine Gruppe Japaner. Foto-75b (21)b-auf-der-SucheWir dachten uns, na wenn die nicht wissen, wo sie hinwollen, dann weiß es keiner. Kurz entschlossen liefen wir der Gruppe hinterher und wir konnten es schon fast nicht mehr glauben, aber da war sie, die wundervolle LIVING PYRAMID und ihr Anblick wurde durch den Hintergrund mit herrlichen bizarren Wolken und blauem Himmel nochmals verschönert. Unsere Geduld, gutes Schuhwerk und die Japaner haben uns den Tag gerettet.

d XIV bei nacht (3)


Foto-73f-(49)-d-XIVDas Schmuckstück der Documenta 14 ist und bleibt der PARTHENON-KUNSTTEMPEL. Bei Nacht ist er besonders schön anzusehn.

Technische Daten zum 1. Foto:
ISO 400 – Brennweite 63 mm – 1/2 Sekunde Belichtungszeit – Blende 8. Da ich kein Stativ dabeihatte (1/2 Sek. hätte selbst den stärksten Bildstabilisator überfordert), habe ich die Kamera auf eine Mauer aufgelegt. Im Vordergrund wird die Mauer auf der gegenüberliegenden Seite durch die Straßenbeleuchtung angestrahlt. Die Bildwirkung habe ich durch die Lichter der vorbeifahrenden Autos verstärkt. Durch die lange Belichtungszeit ergeben sich Lichtstreifen. Alle anderen Aufnahmen habe ich Freihand geschossen. Die besondere Lichtstimmung ergibt sich durch die „blaue Stunde“, die 1 x am Tag kurz nach Sonnenuntergang erscheint.

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der sturm in den HIMMEL


In den Himmel kommen wir noch alle noch früh genug, aber es gibt jemanden, der kann es absolut nicht abwarten, nämlich der Himmelsstürmer. Er ist natürlich nicht real sondern ein Kunstwerk, das der Künstler Jonathan Borofsky anlässlich der d IX 1992 geschaffen hat. 52-52a010-derHimmelsIch finde es immer wieder faszinierend, zumal man es auch heute noch bestaunen kann, denn die Stadt Kassel hat damals keine Kosten und Mühen gescheut, es für viele DM zu erwerben. Foto-73f (39)Es hat sich aber meines Erachtens gelohnt. Der Himmelsstürmer stand früher vor dem Fridericianum und schmückt heute den Vorplatz des Hbf Kassel. Bei dem gestrigen Stadtbummel habe ich wieder einige Fotos geschossen und den Himmelsstürmer und ein Bier dabei nicht ausgelassen.

 

d XIV bei nacht (1)


Hier ist schon einmal ein Vorgeschmack. Fortsetzung folgt morgen, denn nach 2 Kilkelly als „Absacker“ im Irish Pub muss ich jetzt gleich heia, weil müde. Ich wünsche euch ebenso eine geruhsame Nacht. Dieses Foto habe ich übrigens mit dem Smartphone und Panorama-Einstellung gemacht.

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am rande der D XIV …


Foto-73f-(15)-amRande… existieren einige Kunstwerke, denen man weder einem Künstler noch einer Aussage zuordnen kann. So auch diese „liegende Drachenschraube“ oder was das auch immer sein soll. Das fragt sich der Mann mit Strohhut sicherlich auch. In Kombination mit Publikum war dieses Kunstwerk für mich immerhin einige Fotos wert.Foto-73f-(16)-amRande