nix los im NATURSCHUTZGEBIET


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Ich war schon der Verzweiflung nahe, als ich fast 2 Stunden im Beobachtungsstand saß, ohne dass sich spektakuläre Situationen ergeben hätten, die ein Foto wert wären. Die Vögel waren auch viel zu weit weg und somit konnte ich selbst mit meinem stärksten Tele keine Tiere groß abbilden. Foto-76f-(13)-nix-losDa sind die Naturfotografen mit ihren teuren und riesigen Superwummen weitaus besser ausgerüstet, aber für mich muss meine Ausrüstung im vernünftigen Verhältnis zu meinen Mitteln stehen. Foto-76f-(14)-nix-losDennoch hat sich die Warterei irgendwie gelohnt, denn es war herrliches Wetter, nicht zu warm und die Atmosphäre in diesem Naturschutzgebiet hat auch ohne Fotos einen hohen Erholungswert. Zum Schluss erwischte ich ja noch die Synchrongänse (siehe mein Post von vorhin) und eine weit entfernte Gans im Flug. Foto-76f-(15)-nix-losIch wollte schon enttäuscht den Hochstand herunterkrabbeln, aber da hatte ich aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der Zugang zum Hochstand war kein Weg, sondern ein Trampelpfad „gefährlicher“ Zuttelrinder. Es kam mir die ganze Herde entgegen und ich stieg schnell wieder auf den Hochstand zurück, denn mit diesen Hörnern möchte ich es nicht aufnehmen. Foto-76f-(06)-nix-losNach kurzer Zeit zogen sie aber gemächlich vorbei und ich konnte den Heimweg antreten.
Das Naturschutzgebiet Glockenborn befindet sich im Eigentum der Stadt Wolfhagen. Foto-76f-(07)-nix-losDurch die biotopverbessernde Maßnahmen hat sich hier eines der wertvollsten Feuchtgebiete in Nordhessens entwickelt. Unterschiedlichste Gewässer, natürliche Bäche und extensive Wiesen sind ein Eldorado für viele Tier- und Pflanzenarten geworden. Als Brutvögel können z. B. Schwarz- und Blaukehlchen, Schilfrohrsänger, Weißstorch, Haubentaucher, Teichhuhn und viele Andere Arten erlebt werden. Insgesamt wurden bisher 40 Brutvögelarten nachgewiesen. Die Tatsächliche Anzahl ist vermutlich wesentlich höher. Während des Vogelzuges ist das Naturschutzgebiet Glockenborn von besonderer Bedeutung, denn es ist für Foto-76f-(10)-nix-losviele durchziehende Vogelarten ein begehrter Rast- und Nahrungsplatz, der direkt am Zugkorridor gelegen ist. Bisher wurden 163 Vogelarten festgestellt. Foto-76f-(11)-nix-losDie Grünflächen werden mit Schottischen Hochlandrindern ganzjährig beweidet. Dies sorgt für ein anwechslungsreiches Gesamtbild von kurzrasigen und hochstaudigen Flächen. Erlen, Weiden und Birken werden zudem verbissen, was einer Verbuschung entgegenwirkt. Ein schönes Zusammenspiel von Tieren, wenn sich der Weißstorch und Silberreiher zur Nahrungssuche hinzugesellen. Ein Bild, was man in Hessen nicht oft zu sehen bekommt. Ich werde auch in Zukunft dieses Gebiet mit meinem Tele besuchen und hoffe, wenigstens dann interessantere Motive einfangen zu können.

 

Pfingstochse


Guten Tag, ihr lieben Blogger. Erinnert ihr euch an die gefährliche Raubkatze, die vor dem Ochsenstall kauert und mich fauchend daran hindert, ein Foto vom Pfingstochsen zu schießen? Nun gut, einige von euch fanden, ich solle mich nicht so anstellen, ich wäre ein Weichei und die Raubkatze ist doch schließlich süß und bestimmt nicht gefährlich. O.k, o.k., ich gebe mich geschlagen und bin heute morgen – rechtzeitig vor Pfingsten – noch einmal zu dem Stall gefahren. Die Katze hockte dort zwar immer noch, aber ich hatte Glück, KUNO, der Pfingstochse guckte gerade neugierig um die Ecke und ich konnte schnell dieses Foto schießen. Wieder einmal fotografisches Glück gehabt, zugegebener maßen hat mir aber PSE13 ein wenig geholfen 😉 Ich wünsche euch Bloggern nochmals ein frohes und erfreuliches Pfingsten, egal, ob mit oder ohne Ochse 😀Tiere-a-021b-Pfingstochse

Gespräch auf der Wiese


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Zwei Stiefmütterchen auf der Wiese,
die eine hieß Anne, die andere Liese.
Haben einmal, so ganz heimlich und leise,
so in der Stiefmütterchen Art und Weise
ihre Gedanken ausgetauscht
und der Klatschmohn hat sie belauscht.Foto-016b-(64)-GesprächWiese
Frau Nachbarin, wissen Sie, was mich so erbittert?
Dass das Zittergras immer so zittert!
Dieses Zittern greift meine Nerven so an
und hier wächst doch weit und breit kein Baldrian.19-21a077-GesprächWiese
Und die Jüngste ist man ja auch nicht mehr.
Und sehen sie doch mal die Margarete,
wenn sie sich doch nicht so aufspielen täte.
Sie geht ja auch schon wieder ganz in Weiß,
dabei ist es doch gar nicht mal so heiß.
Sie trägt stets nur ein Kleid und das ist immer dasselbe.
Sie trägt nur Weiß und in der Mitte das Gelbe!
Und eine Kornblume habe ich gestern geseh‘n,
die war so blau, das war nicht mehr schön.
Ich sprach noch mit Fräulein Vergissmeinnicht.11-12b006-GesprächWiese
Die meinte auch, das gehöre sich nicht!
Und es sagte der Herr Rittersporn:
„Wenn man so blau ist, dann kommt das vom Korn.“
Ja und das Veilchen, das junge Ding,
hat schon einen Freund, den Schmetterling.Foto-17-(210)b-GesprächWiese
Ich dachte damals in ihrem Alter
noch nicht an Käfer, auch nicht an Falter.
Da habe ich mich noch als Blümlein gefühlt
und habe ganz brav mit Murmeln gespielt.
Da kam ganz gemächlich eine Kuh über die Wiese,Foto-44e-(51)b-GesprächWiese
und die fraß auf die Anne mitsamt der Liese!

 

Text: Anke Kohlstedt
Fotos: Alexander Rudeloff
© Alexander Rudeloff