waldeslust


Und wieder eine Entdeckung aus meiner alten Sammelmappe. Ich hatte vor längerer Zeit eine Kollegin, die war die totale Pferdeliebhaberin schlechthin. Sie besaß auch selbst einen stattlichen Hengst und ritt mit Gleichgesinnten am Wochenende regelmäßig aus. Da passte es natürlich, dass wir ihr zum Geburtstag etwas Pferdespezifisches schenken wollten. Folglich dichtete ich etwas und ein Kollege, der zeichnerisch weitaus begabter war, als ich, illustrierte es entsprechend. Da meine Kollegin das totale Gegenteil von prüde war, kam diese kleine Beilage zu ihrem offiziellem Geschenk sehr gut an.

Foto-78c-(72)-Waldeslust

An einem sonnigen Tag mit forschem Schritt,
ein Mädel auf dem Gaule ritt.

Der Wind glitt durch ihr feines Haar,
als der Gaul grad´ ´ne Lichtung sah.

Das Mädel denkt, da leg ich mich mal rein,
stieg ab und entkleidete zunächst ihr Bein.

Dann folgten die anderen Körperteile,
der Gaul nahm dies zunächst mit Weile.

Als das Mädel jedoch da stand ganz ohne was an,
dachte der Gaul, jetzt bin ich dran.

Er bäumte sich auf, schoss aus der Lichtung,
und dachte, NUR WEG, egal in welche Richtung.

Das Mädel rief noch etwas hinterher,
doch das hörte der Gaul schon nicht mehr.

Ganz allein auf ´ner Lichtung und nackend im Wald,
das gab dem Mädel keinen moralischen Halt.

Schon guckten Fuchs und Filzlaus lüstern um die Ecke,
da flüchtet das Mädel erschrocken hinter eine Hecke.

Ein Adler blieb in der Luft stehen,
um das Mädel von oben anzuseh´n.

Würmer und Käfer krochen hervor alsdann
und murmelten „diese Nudistin sehen wir uns an“.

Nur ein alter Kauz sich nicht erregt fühlte,
weil er grad an seiner Kauzin wühlte.

Dann kam dem Mädel die rettende Idee,
denn ihr taten schon die Gliedmaßen weh.

Den Sattel, den der Gaul zurückgelassen,
band sie sich um, es war nicht zu fassen

als Lendenschurz
und überstand den Rückweg ganz ohne Sturz.

Nur einen Forstwart sie irritiert hat,
der anschließend um seine Entlassung bat,

weil von dem Eindruck sehr benommen,
denn eine gesattelte Waldmieze war ihm noch nie vorgekommen.

Die Waldtiere allerdings noch heute flüstern,
von diesem Erlebnis äußerst lüstern.

family


Karikatur aus meinem alten Zeichenheft aus meiner Kindheit. Der lange Kerl rechts bin ich. Ich hatte bereits damals mit etwa 14 Jahren schon eine stattliche Größe von 185 cm erreicht. Mein Bruder war ein kräftiger Seemann und hatte oft strubbelige Haare. Diese Frisur wäre heute topp aktuell. Mein Stiefvater lief am Wochenende gerne im Bademantel herum. Mit Kartenspielen haben wir uns am Wochenende die Zeit vertrieben, denn einen Fernseher hatten wir damals noch nicht. Hauptsächlich spielten wir Canasta. Der Spielverlauf war eigentlich überwiegend harmonisch. Einmal jedoch gab es Ärger, weil meine Mutter mir den großen Kartenhaufen ermöglichte, den mein Stiefvater gerne bekommen hätte. Sein erhitztes Gemüt kühlte aber schnell wieder ab, weil mein Stiefvater nicht nachtragend war. Ein wirklich netter Kerl, mit dem auch ich mich bombig verstanden hatte.

Foto-78b-(83)-family

 

mückenPLAGE ade?


Endlich ist sie vorbei, die Mückenplage, oder doch nicht? Einige Plagegeister überwintern in Kellern, Fluren, Kammern und können unverhofft doch noch einige juckende oder gar entzündliche Stellen verursachen. Da hilft nur eins: Fliegenklatsche her und draufhauen. Dabei sollte man allerdings gut zielen können und sich nicht so ungeschickt anstellen, wie dieser Typ aus meiner Zeichnung, die ich in meiner Kindheit erstellt habe.

Foto-76h-(52)-Mückenplage

VORURTEILE


Sicherlich denkt der Betrachter dieser Karikatur, die ich in meiner Kindheit erstellt habe, dass diese beiden verwegenen Schurken auf die Schließung der Bank warten um den Geldboten zu überfallen. ABER NEIN, völlig daneben! In Wirklichkeit kommt in 5 Minuten die sehr betagte Großmutter dieser beiden netten Burschen und sie wollen ihr beim Geldabheben behilflich sein, weil sie doch nicht mehr so gut zu Fuß und schon ein bisschen schusselig ist. Ob sie ihr Omchen anschließend um das Geld erleichtern, bleibt jetzt einmal dahingestellt.

😉

Und was ist die Moral von der Geschicht´?
Urteile nie so schnell nicht,
denn in jedem steckt ein guter Kern,
egal ob nah oder fern.

Foto-76h-(56)-Vorurteile

 

die eigene NASE


Manche sollten sich lieber an die eigene Nase packen,
bevor sie andere kritisieren, oder die Rache ist süß.
Foto-76h-(55)-die-eigene

Karikatur aus meinem alten Zeichenheft, das mir in meiner Kindheit an Regentagen oftmals als Zeitvertreib diente. Auch als Kind habe ich mich nie gelangweilt und bin auch ohne Fernseher und Smartphone gut zurecht gekommen. Heute nutze ich diese Medien allerdings auch, aber eben nicht immer häufiger.