Auch Zitronenfalter müssen sich mal rasieren


Über meinen Nachbarn Christoph habe ich ja schon berichtet. Heute muss meine Nachbarin Maria daran glauben, ins Internet gesetzt zu werden. Diese meine Nachbarin hat in ihrem Vorgarten ein wahres Blumenmeer angelegt, das nicht nur staunende und bewundernde Passanten anzieht, sondern auch zahlreiche Insekten.

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Hier sind einige Aufnahmen von dieser wirklichen Bereicherung unserer Ortschaft:

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Es gehört schon etwas Glück dazu, einen Zitronenfalter mit geöffneten Flügeln fotografisch zu erwischen, aber ich hatte es. Oder wusstet ihr, dass Zitronenfalter gelegentlich auch mal eine Rasur benötigen? Ich jedenfalls nicht, aber hier ein Beweisfoto von dem pelzigen Körper (zwei Aufnahmen in einer vereint):

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Achso, die Hobbygärtner unter den Bloggern werden sich bestimmt noch für die floristischen Details interessieren und hier sind sie, zumindest im Wesentlichen:

Lilien, Hortensien, Ballhortensien, Frauenmantel, Oregano, Glockenblumen, Stockrosen, Vexiernelken, Mädchenaugen….

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Blumenpracht


Hier mal ein paar Blumenfotos zum Genießen. Die schönen Pfingstrosen stammen aus dem Garten einer Freundin. Da staunt sogar ihr „Haustier“, wie man sieht :DD.

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Großer kleiner Hunger


Sicherlich hat der gefräßige Käfer einen weitaus größeren Appetit, als diese kleinen zarten Insekten.
Das ging mir kürzlich auch so, als ich während einer weit ausgedehnten Radtour einen plötzlichen Hungeranfall bekam, obwohl ich schon meine übliche Ration verzehrt hatte. Ich steuerte mit dem Rad den nächsten Ort an, in dem sich eine Metzgerei mit Restaurant befand. Meistens bedeutet diese Konstellation auch gutes Essen, dachte ich mir. Das Restaurant war brechend voll. An einem Tisch mit zwei Stühlen saß ein etwas untersetzter Herr (so wie ich) mittleren Alters und ich fragte, ob ich mich zu ihm setzen dürfe. Er bejahte es und als der Ober kam, bestellten wir rein zufällig das gleiche Gericht, und zwar ein Wiener Schnitzel mit Pommes.
Wenig später servierte der Ober die beiden Gerichte und entschuldige sich, dass er die Schnitzel versehentlich auf einen Teller gelegt hatte. Er dachte wohl, wir gehören zusammen. Leider waren die Schnitzel von deutlich unterschiedlicher Größe, so dass ich mir sofort – ich hatte ja schließlich einen enormen Hunger – das größere nahm. Mein Gegenüber hat das überhaupt nicht gefallen und er sagte ziemlich entrüstet, dass es ja eine Unverschämtheit sei, dass ich mir einfach das größere genommen habe.
Ich fragte darauf hin, welches er denn genommen hätte und er erwiderte: „Natürlich das kleinere.“ Folgedessen sagte ich, dass dann doch alles in Ordnung sei und warum er sich denn so aufrege.
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Bienenflug


11-12b079d-Bienenflug11-12b009b-Alien11-12b080-PustelingIch robbte unermüdlich mit meiner heute historischen Minolta XD7 und einem 135iger Tele mit Zwischenringen auf dem Bauch liegend auf der Wiese herum, beobachtete das Insekt um in etwa ihren Flugweg vorherzubestimmen. Das Tier mit dem Objektiv Freihand zu verfolgen, war auf Basis der damaligen Technik (vor 33 Jahren!) schier unmöglich, weil Mehrfeldfokussierung und Autofokus leider noch nicht erfunden waren. Daher waren Gedankengänge wie z. B. „auf welche Blüte setzt sich das Mistvieh denn nun endlich“ verständlich, zumal diverse Versuche erfolglos blieben. Doch dann hatte ich Glück. Ich lag vor einer von mir ausgewählten Blüte auf Lauer, stellte das Objektiv scharf bei Blende 11 und einer 250 sek. Erfreulicherweise gaben die Lichtverhältnisse diese Belichtung her, denn die Sonne brutzelte mir auf den Rücken. Plötzlich wurde das Summen der Biene lauter, denn ich guckte ja durch das Objektiv und sah sie nicht. Uuuund wirklich, sie kam angeflogen, und steuerte die Blüte an, die ich zuvor auserkoren hatte. Ich drückte auf den Auslöser der XD7! ERFOLG, mein Herz schlug höher, ich hatte das Mistvieh erwischt.

Später beim Betrachten des Bildes stellte ich natürlich fest, dass es sich nicht um ein Mistvieh handelte, sondern um ein wunderschönes und nützliches Insekt, das mich letztendlich zu einem fotografischen Erfolg geführt hatte. Ich liebe diese Biene!

Parallel zu meinen Aktivitäten auf der Wiese bewegte sich eine Gruppe von gut gekleideten Männern auf dem Tafelberg und schlenderte diskutierend hin und her. Vermutlich handelte es sich um Geschäftsleute, die ihr Meeting bei dem herrlichen Wetter in die Natur verlegt hatten.

Während die meisten mich ignorierten, entdeckte einer der Männer mich, total verschmutzt, mit grünen Grasstreifen auf der Kleidung und Blütenstaub in den Haaren auf der Wiese herumkriechend und sagte: „Guckt doch mal den Bekloppten an, der benimmt sich ja wie ein verrückter Hund“.

Was die Männer sagten oder dachten, war mir zu diesem Zeitpunkt ohnehin egal, denn ich hatte mein lang ersehntes Motiv und noch ein paar weitere im Kasten.