ADEBAR im doppelpack (2)


Foto-80c-(47)-Adebar30 ° Celsius und kein bisschen kühler. Trotzdem – dachte ich mir – geht´s heute wieder zu dem Storchennest, denn morgen soll nun auch Nordhessen mit Unwetter gequält werden. Da kann man nur hoffen, dass die Schäden einigermaßen verkraftbar sind.

Dieses mal hatte ich sogar an die weiße Sonnenmütze und den Stuhl gedacht. Foto-80c-(46)-AdebarDen Stuhl positionierte auf das Dach meines Autos um eine höhere Perspektive zu erreichen. NEIN, war natürlich ein Scherz, denn mein Auto hätte mit Sicherheit einige Beulen davongetragen, wenn ich auf das Dach geklettert wäre. Heute bin ich etwas später losgefahren in der Hoffnung, einen besseren Zeitpunkt erwischt zu haben. Mein Ziel war ja, das Storchenpärchen zu fotografieren.

Zunächst hing ich mir nur eine Kamera um, denn bei 30 °C wollte ich nicht alles mitschleppen. Wie man sieht, er war noch da und betrachtete eine schöne Wolke, die gerade vorbeizog, aber von dem Partner weit und breit keine Spur. Foto-80c-(48)-Adebar

Doch dann, etwas Weißes am Himmel, ein großer Vogel näherte sich dem Nest. Doch er flog vorbei und ich dachte mir schon, in der Storchenehe hätte es vielleicht Krach gegeben. Dann bemerkte ich meinen Irrtum, es war nur ein weißer Reiher oder Kranich.

Es verging eine weitere halbe Stunde und dann kam er angesaust – wirklich, das ist kein Märchen – landete auf dem Nest.

Sofort fingen beide an, mit den Schnäbeln zu klappern und sich zu liebkosen. Eindeutig gehörten die beiden zusammen. Die 3 Küken versteckten sich bei dem Geklapper ängstlich im Nest und kurze Zeit später flog er davon.

Sie hatten die Rollen getauscht und er ging jetzt auf Futtersuche. Die Kleinen nahmen jetzt hungrig die Nahrung von ihr auf, die sie aus dem Kropf würgte. Für mich ein tolles und bislang einzigartiges Erlebnis trotz der Hitze. Natürlich werde ich das Nest noch einmal besuchen, wenn die Kleinen größer sind und vor allen Dingen bevor sie flügge werden und ihre eigenen Wege fliegen.

Die Fotos können vergrößert werden, wenn du sie anklickst.

 

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ziele


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Nur wer weiß, wo er herkommt, weiß auch, wo er war.
Aber wer weiß, wo er war, weiß noch lange nicht, wo er hin will.

Philosophierte einst Frank-Markus Barwasser (* 16. Februar 1960 in Würzburg), deutscher Journalist und Kabarettist.