die story vom WANDER-RÖLLCHEN


Foto-78c-(39)-dieStoryIhr kennt keine WANDERRÖLLCHEN, oder vielleicht doch? Macht nichts, denn vor einiger Zeit kannte ich sie auch nicht. Ein Wandersmann mit seinem schrecklichen rot/weiß-karierten Wanderhemd war mir bekannt. Ebenso Wanderheuschrecken wie z. B. Immobilienmakler oder die ausgebeuteten Wanderarbeiter aus China. Eine Wanderröte kannte ich auch, aber die ist meist unangenehm.

Foto-78c-(33)-dieStoryUnser WANDERRÖLLCHEN hingegen ist ein allseits bekannter aber völlig unspektakulärer Gegenstand bis zu dem Tage, als es zu wandern anfing. Damit ihr diese Story auch versteht, fange ich einfach mal von vorne an.

Dieses kleine Pappröllchen habt ihr sicherlich sofort erkannt. Es ist das Überbleibsel einer Klorolle. Wenn das letzte Stück Papier verbraucht ist, weiß man so auf die Schnelle gar nicht, wohin mit dem Röllchen. Man muss ja schließlich wieder eine neue Rolle einlegen und hat dafür keine zusätzliche Hand frei. Ich als Pragmatiker hatte die perfekte Idee, die mir später allerdings ein wenig zum Verhängnis wurde. Neben dem WC-Sitz sitzt obiges kleines Badefräulein und schwuppdiwupp habe ich ihr einen Papphut aufgesetzt.

Ich fand es eigentlich ganz lustig bis meine Frau diese Untat entdeckte. Anfänglich hat sie die Rolle ja noch selbst entsorgt, aber eines Tages nervte sie das doch irgendwie. Und das war der Zeitpunkt, zu dem die Rolle zu wandern anfing. Foto-78c-(40)-dieStoryZunächst wurde meine schöne elektrische Zahnbürste mit der Rolle eingewickelt. Ich hatte natürlich kein Problem und entfernte sie mit einem leichten Grinsen im Gesicht. Foto-78c-(41)-dieStoryAm Mittagstisch befand sich plötzlich die Papprolle am Besteck. Auch unerheblich, dachte ich mir, die Rolle verschwand in meiner Hosentasche und ich konnte mich ungehindert über das Schnitzel hermachen.

Einige Tage später, ich hatte dem Fräulein gerade wieder einen neuen Hut aufgesetzt, stand das Röllchen auf meinem Schreibtisch und ein kleines Foto-78c-(36)-dieStoryPorzellan Teufelchen blinzelte mich mit seinem verschmitzten Lächeln an. Das gab mir aber dann doch irgendwie zu denken. War das vielleicht ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl? Vielleicht, denn beim nächsten Rollenwandern wurde dieses Foto-78c-(43)-dieStoryhässliche Pappteil als Garage zweckentfremdet und ich glaubte, dass die Aktion so langsam ihr Endstadium erreicht hatte.

Zuvor wollte ich allerdings die vermeintlichen Wogen wieder glätten, nahm das Pappröllchen, steckte eine Schere hinein und Foto-78c-(42)-dieStoryformte mit dem Garn ein Herz. Ich glaube, das hat gewirkt und fortan entsorgte meine Holde das Röllchen ohne zu mucken selbst. Nein, so war es natürlich nicht, aber die Geschichte nahm dennoch ein jähes Ende, als der Geist von HUGO; dem Renntier erschien und mir zuflüsterte, Foto-78c-(35)-dieStoryich solle diesen Unsinn doch tunlichst lassen. Ich glaube, ich sollte auf HUGO hören!

Und was ist die Moral von der Geschicht´? Ich würde sagen „Wer sich neckt, die liebt sich.“

17 Gedanken zu “die story vom WANDER-RÖLLCHEN

  1. Aber es ist schon so, wenn man dieses handliche Pappröllchen entsorgt, kommt mir jedenfalls immer gleich der Gedanke :“ Zu schade zum Wegschmeißen,“ und bums fallen einem Aktivitäten ein, wie man verwerten könnte und in grauer Vorzeit mit den Kindern auch hat. Wie gut, dass man sich den Spieltrieb erhalten hat und die Vorweihnachts- und Wichtelzeit verführt dazu, sich mit ziemlich unsinnigen Basteleien wenigstens gedanklich zu beschäftigen.

    😀

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    1. Das stimmt! Wir haben diese Dinger auch mal gesammelt. Meine Frau hat dann einen Adventskalender daraus gezaubert mit lauter Pinguinen. Jedes Röllchen konnte mit leckeren Sachen befüllt werden. Sah echt spitze aus und kam gut an. 🙂
      LG Alexander

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      1. Elisabeth Berger

        Ich bin davon ausgegangen, daß die Story das wirkliche Leben wiederspiegelt😊 Das Pappröllchen spielt bei uns auch eine Rolle😉 Und zwar trifft es immer mich, das Toilettenpapier zu wechseln! Komisch, daß sonst bei niemandem in der Familie das Röllchen leer wird, ich begreif‘ es nicht…..😟 So essentielle Dinge und keine Erklärung☺️
        LG Elisabeth

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    1. Witzig, auch nicht schlecht.
      Wir waren da etwas rabiater und haben aus Kugelschreiberhüllen kleine Kanonen gebaut und sie vor Papierhäuschen gestellt. Dann haben wir kleine Knallkörper von einer Knallermatte abgefriemelt, in die Kanonen gesteckt und danach gezündet. Das war eine richtige Schlacht. Unsere Eltern fanden das wegen der Brandspuren auf dem Boden nicht gerade lustig. 😦
      LG Alexander

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      1. 😂 Und es wird noch lustiger. Diese Idee erst ! Darauf sind wir nicht gekommen.
        Aber Frauenfürze geleert und aus Papier kleine Mondraketen gebastelt, die meisten hatten Fehlstarts, einige flogen immerhin ein paar Meter weit. Und darüber sogar Buch geführt *grins*

        LG Joe

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      2. Köstlich, ja die Jugendstreiche haben uns bei Laune gehalten. Wir waren damals eben kreativ auch ohne TV und Smartphone. Heute bin ich es immer noch, auch mit diesen Dingen. 😉
        LG Alexander

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      3. Korrekt. Manche haben eben gelernt, wie sie diese Kräfte in kreative Dinge umleiten können und andere benehmen sich weiterhin wie Kindsköpfe. Jedem das seine, solange es anderen nicht schadet … 😉
        LG Joe

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      4. Stimmt! Ich war in der Jugend immer sehr einfallsreich und heute – so glaube ich – bin ich kreativ. Hin und wieder schimmert aber das Kind im Manne durch. Und dieses Kind erhalte ich mir 🙂

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