ANGEBER


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Als wenn ihm seine natürliche Schönheit nicht ausreichen würde, muss er auch noch mit überschäumenden Stolz vor einem traumhaften Hintergrund entlang schreiten.

 

Das kleine Wasserhuhn ignoriert den Angeber einfach. Recht hat es!Foto-76g-(20)-Angeber

Ich hatte mich ja heute ordentlich gekleidet, als ich in dem Beobachtungsstand am Naturschutzgebiet an den Bugaseen auf Lauer lag. Auf der anderen Seite des Ufers nahm es ein Nackedei mit der Kleiderordnung allerdings nicht so genau. Foto-76g-(14)-Angeber

die SYMBIOSE


Ein Samenkorn lag auf dem Rücken,
Die Amsel wollte es zerpicken.

Aus Mitleid hat sie es verschont,
Und wurde dafür reich belohnt.

Das Korn, das auf der Erde lag,
Das wuchs und wuchs von Tag zu Tag.

Jetzt ist es schon ein hoher Baum
Und trägt ein Nest aus weichem Flaum.

Die Amsel hat das Nest erbaut;
Dort sitzt sie nun und zwitschert laut.

(Gedicht: „Das Samenkorn“ von Joachim Ringelnatz (1883~1934)
deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler

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LIEBESGEDANKEN


Ich hab´ dich so lieb!
Ich würd´ dir ohne Bedenken
einen meiner vier Flügel schenken.
Muss es aber noch bedenken,
denn dann kann ich nicht mehr lenken.
Also lass ich lieber alle Flügel dran
und liebe dich wie ein Libellenmann.

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(F/22 – ISO 200 – 1/160 Sek. – BW 127 mm – minus 1 LW)

der FENSTER-blick


Heute geh´ ich mal nicht raus,
bei dem Wetter bleib´ ich gerne zu Haus.
Heut´ werde ich mal bloggen
und ein wenig zocken.
Gönn´ mir noch den Fensterblick,
denn der ist immer schick.

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(Erkennt ihr das utopische Gebilde im Hintergrund?)

nix los im NATURSCHUTZGEBIET


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Ich war schon der Verzweiflung nahe, als ich fast 2 Stunden im Beobachtungsstand saß, ohne dass sich spektakuläre Situationen ergeben hätten, die ein Foto wert wären. Die Vögel waren auch viel zu weit weg und somit konnte ich selbst mit meinem stärksten Tele keine Tiere groß abbilden. Foto-76f-(13)-nix-losDa sind die Naturfotografen mit ihren teuren und riesigen Superwummen weitaus besser ausgerüstet, aber für mich muss meine Ausrüstung im vernünftigen Verhältnis zu meinen Mitteln stehen. Foto-76f-(14)-nix-losDennoch hat sich die Warterei irgendwie gelohnt, denn es war herrliches Wetter, nicht zu warm und die Atmosphäre in diesem Naturschutzgebiet hat auch ohne Fotos einen hohen Erholungswert. Zum Schluss erwischte ich ja noch die Synchrongänse (siehe mein Post von vorhin) und eine weit entfernte Gans im Flug. Foto-76f-(15)-nix-losIch wollte schon enttäuscht den Hochstand herunterkrabbeln, aber da hatte ich aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der Zugang zum Hochstand war kein Weg, sondern ein Trampelpfad „gefährlicher“ Zuttelrinder. Es kam mir die ganze Herde entgegen und ich stieg schnell wieder auf den Hochstand zurück, denn mit diesen Hörnern möchte ich es nicht aufnehmen. Foto-76f-(06)-nix-losNach kurzer Zeit zogen sie aber gemächlich vorbei und ich konnte den Heimweg antreten.
Das Naturschutzgebiet Glockenborn befindet sich im Eigentum der Stadt Wolfhagen. Foto-76f-(07)-nix-losDurch die biotopverbessernde Maßnahmen hat sich hier eines der wertvollsten Feuchtgebiete in Nordhessens entwickelt. Unterschiedlichste Gewässer, natürliche Bäche und extensive Wiesen sind ein Eldorado für viele Tier- und Pflanzenarten geworden. Als Brutvögel können z. B. Schwarz- und Blaukehlchen, Schilfrohrsänger, Weißstorch, Haubentaucher, Teichhuhn und viele Andere Arten erlebt werden. Insgesamt wurden bisher 40 Brutvögelarten nachgewiesen. Die Tatsächliche Anzahl ist vermutlich wesentlich höher. Während des Vogelzuges ist das Naturschutzgebiet Glockenborn von besonderer Bedeutung, denn es ist für Foto-76f-(10)-nix-losviele durchziehende Vogelarten ein begehrter Rast- und Nahrungsplatz, der direkt am Zugkorridor gelegen ist. Bisher wurden 163 Vogelarten festgestellt. Foto-76f-(11)-nix-losDie Grünflächen werden mit Schottischen Hochlandrindern ganzjährig beweidet. Dies sorgt für ein anwechslungsreiches Gesamtbild von kurzrasigen und hochstaudigen Flächen. Erlen, Weiden und Birken werden zudem verbissen, was einer Verbuschung entgegenwirkt. Ein schönes Zusammenspiel von Tieren, wenn sich der Weißstorch und Silberreiher zur Nahrungssuche hinzugesellen. Ein Bild, was man in Hessen nicht oft zu sehen bekommt. Ich werde auch in Zukunft dieses Gebiet mit meinem Tele besuchen und hoffe, wenigstens dann interessantere Motive einfangen zu können.