JULI


Foto-65b-(31)-Juli

An einem Sommermorgen,
Da nimm den Wanderstab,
Es fallen deine Sorgen
Wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitere Bläue
Lacht dir ins Herz hinein
Und schließt, wie Gottes Treue,
Mit seinen Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
Und Halme von Segen schwer,
Dir ist, als zöge die Liebe
Des Weges nebenher.

So heimisch alles klinget
Als wie im Vaterhaus
Und über die Lerchen schwinget
Die Seele sich hinaus.

Theodor Fontane (1819~1898)
deutscher Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

8 Gedanken zu “JULI

  1. decordoba1

    das könnte man heute nicht besser sagen!

    Nur über die Lerche schwinget sich nichts mehr hinaus. Es gibt (bei uns) keine Feldlerchen mehr.
    Dafür sehe ich täglich einige Turmfalken kreisen und rütteln, das ist mindestens so erhebend 😉

    Gefällt 1 Person

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