auf den HUND gekommen


50-50a005b-auf-den-hundVorab sei erwähnt, dass ich Hunde sehr mag und zwar schon seit meiner Jugend an. Früher war ich ein Hundenarr und borgte mir aus der Nachbarschaft oftmals Bellos aus, um mit ihnen Gassi zu gehen oder herumzubalgen. Heute haben wir keine Möglichkeit, einen Hund zu besitzen, aber wir haben die LUNA, einen 90 %igen Labrador, den Hund meiner „kleinen“ Tochter, den wir alle abgöttisch lieben und „Luna“ unser Leckerli 🙂 Meine große Tochter hatte früher einen Irish Setter „Faye“, der auch zur Familie gehörte.

Heute möchte ich euch ein paar Hundegeschichten nicht vorenthalten, denn ich glaube, sie sind vielleicht auch ein Leckerli, zumindest für den Blog.

foto-63d-46-auf-den-hundWir wohnten damals am Rande von Hamburg. Das ist schon lange her und ich war so um die 14, also in einem Alter, in dem man sich so langsam für Mädels interessierte, aber leider die Mädels nicht für uns Junggemüse. Also mussten wir uns irgendwie abreagieren, z. B. mit Plänen für Jugendstreiche schmieden, abenteuerlich spielen oder eben mit Hunden auf Abenteuertour gehen.
Doch da gab es den einen, den gruseligen, den riesigen, den langhaarigen Schäferhund mit dem Silberblick. Alle meine Kumpels hatten Angst vor ihm und selbst mir war es bei dem Anblick, wenn dieser Horrorhund langsam auf uns zutrottete, nicht so ganz geheuer. Aber, dass ich keine Angst vor Hunden hatte, merkte wohl auch der Horrorhund. Also machte ich eine Wette daraus – wir waren 5 Kumpels – und ich wettete, dass ich den Horrorhund in die Flucht schlagen könne. Es ging immerhin um 50 Pfennig pro Person, also, wenn ich die Wette gewinne, für mich immerhin ein schöner Nebenverdienst, aber wenn ich verliere, wär ´s teuer gewesen.
Wir versammelten uns also an dem üblichen Laufweg des gruseligen Schäferhundes mit seinem Silberblick und es dauerte nicht lange, da kam er auch schon angetrottet, langsam, unheimlich und stets in eine Richtung schauend. Ich ging behutsam auf ihn zu und meine Kumpels warteten im sicheren Abstand im Hintergrund. Als sich der Silberblick mit meinem kreuzte, rief ich lautstark „AB NACH HAUSE“ und zeigte in die entgegen gesetzte Richtung, aus der der Hund kam. Er sah mich kurz an, drehte sich herum und trottete langsam wieder zurück.
Yippie yay, ich hatte die Wette gewonnen und vergaß natürlich nicht, meinen Lohn zu kassieren. Meine Kumpels gingen so schnell nicht wieder eine Hundewette mit mir ein. Zugegebener maßen, ich hatte damals wohl im Gefühl, dass der „gefährliche“ Hund aus der Nachbarschaft völlig harmlos war, sonst hätte ich mir vielleicht eine alternative Wette einfallen lassen.

Ungefähr zur gleichen Zeit hatte ich einen Freund, den Bernd, und wir nutzten jede freie Minute, um uns die Zeit mit Unsinn zu vertreiben. Bernd war sehr stark, 2 Jahre älter als ich, aber wir verstanden uns bombig und gingen durch dick und dünn. Bernd war auch mein „Leibwächter“, der mich vor einigen üblen Halbstarken, die stärker waren als ich, beschützte. Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen, Bernd auch mal zu ärgern, wenn kein Mädel zum ärgern in der Nähe war. Um Bernd ´s Rache abzuwehren hatte ich zwei Tricks.
Trick 1: Bernd konnte das Wasser nicht halten, wenn er lachen musste. Folglich habe ich ihn zum Lachen bringen müssen, wenn er mich abschwarten wollte.
Trick 2: Bernd hatte unglaublich Angst vor Hunden, egal ob eine Deutsche Dogge, oder ein winzige Promenadenmischung. Also wenn ein Hund in der Nähe war und Bernd mich für einen Streich bestrafen wollte, brauchte ich nur kurz zu kläffen, und der Hund ging auf Bernd los (nicht auf mich!), denn der Bello merkte, dass ich keine Angst vor Hunden hatte, aber Bernd schon.

foto-61a-39-auf-den-hundEin früherer Arbeitskollege und sein Kumpel hatten in Sturm- und Drangzeiten in der Nachbarschaft einen üblen und agressiven Kläffer. Sie heckten folgenden Plan aus, um den Wadenbeißer zu ärgern. Im Elternhaus meines Kollegen war noch ein altes Scheunentor, an dem auch oben eine kleine Klappe geöffnet werden konnte. Kollege und Kumpel befanden sich öfters in der Scheune um dort handwerkliche Arbeiten zu erledigen und jedes mal, wenn der kleine Kläffer vorbeikam, ärgerten sie ihn und er sauste herbei. Dann hatte der Kollege ihn bei verschlossenem Scheunentor mit dem Fuß unterhalb des Tors zur Weißglut gebracht und der Hund schnappte nach dem Fuß. Währenddessen öffne sein Kumpel das obere Fenster des Tors und schüttete einen Eimer Wasser über den Hund, der sofort bedient war, sich schüttelte und beleidigt von dannen zog. Dieses Streich übten sie mehrmals mit immer dem gleichen Hund aus und das Tier konnte sich einfach nicht merken, das jedesmal von oben eine kalte nasse Dusche kam. Dummer Hund!
Vielleicht ein bisschen sadistisch von den beiden, aber irgendwie finde ich die Geschichte doch lustig, wenn ich mir das Gesicht vom nassen Hund vorstelle. Schadenfreude ist eben auch eine Freude 😀

So, das war ´s mit den Hundegeschichten. Es gab natürlich auch noch viele andere Ereignisse mit den Bellos, aber die waren eher normal und somit nicht erwähnenswert. Ich wünsche einen schönen Tag und vergesst nicht Gassi zu gehen, wenn ihr einen Hund habt 😉

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8 Gedanken zu “auf den HUND gekommen

  1. Elisabeth Berger

    Das Bild mit Luna und dem Kuschelschaf ist so lieb😍
    Danke auch für die netten Hundegeschichten! Nur bei der letzten Geschichte tut mir das Hundi sehr leid, solche Rabauken!
    Ich liebe Hunde sehr, sie sind treue und großherzige Geschöpfe. Wenn man krank oder traurig ist, sind sie die besten Seelentröster, die es gibt. Schon alleine das freundliche Gesicht von Flipsi am Morgen, macht mir den Tag schön❤️
    LG Elisabeth

    Gefällt 1 Person

    1. Das freut mich natürlich besonders, dass dir als Literatin und Künstlerin meine kleinen Geschichten gefallen. Ich hatte halt mal so einen Anfall, aber das ist – wie du weißt – nicht mein Schwerpunkt 🙂
      LG alexander und ein schönes Wochende dir

      Gefällt 1 Person

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