die LETZTE Walnuss …


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… habe ich in Nachbars Garten gerade noch entdeckt, bevor auch sie von „Nussdieben“ vereinnahmt wird. Ja, diese Nussdiebe, morgens um 7 – da schlafe ich noch – macht es plog, plog, pog. Wutentbrannt stehe ich auf und schaue am Fenster. Ein Schatten streift durch das nasse Gras und hat einen weißen Plastikeimer in der Hand. Er sammelt sie auf, die Walnüsse und jedesmal macht es laut plog, wenn er eine in den Eimer wirft.

Auch tagsüber sind die Nussdiebe zugange. Da kam schon einmal ein Kleintransporter und eine männliche Person schleppte mehrere Jutesäcke (Jütesücke) an und füllte sie – angeblich für Eigenbedarf – mit den herrlichen wohlschmeckenden Walnüssen. Aber vielleicht bekam sein Gemüseladen danach einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gönnen wir es ihm! Alle Säcke waren jedenfalls voll, denn der Baum ist riesig und ergiebig.

Natürlich machen sich auch weibliche Personen an dem Baum zu schaffen. Eine davon sammelte zur Haupterntezeit mehrere Eimer voll, obwohl sie von den Vorjahren eigentlich noch genug hatte, sagte ihr Sohn. Da hat man es mal wieder, wenn es was umsonst gibt, wird die Gier unermesslich.

Und ich armer Teufel, der an der Quelle wohnt, was mache ich? Ich könnte mir immerhin auch ein paar Eimer füllen, aber ich esse selten Walnüsse und außerdem sind sie in schmackhaften Nussmischungen enthalten und die bezahle ich sogar.

Ein Lob muss ich dennoch aussprechen, nämlich, dass der Walnussbaumbesitzer dieses rege Treiben um seinen Baum überhaupt duldet. Das finde ich schon bemerkenswert.

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Quelle des Lebens


Ein Regentropfen bewirkt mehr,
wenn er an einer Pflanze fehlt,
als wenn er im Ozean
eine Welle trifft.foto-68b-28b-quelle-des-lebens

Wieder einmal habe ich trotz schlechtem Wetter ein Motiv auf Balkonien entdeckt. Mir funkelten die schönen Tropfen irgendwie ins Auge, als ich gelüftet hatte.
Hier sind für die Hobby-Fotografen auch noch die technischen Daten zum Bild:
Nikon 1 V2 – Micro-Nikkor 40mm – f/11 – 1/320 Sek. – ISO 160 – minus 1,3 LW – BW 108 mm bei KB – Matrixmessung – PSE 13)

 

die Bitteschön-Ladys vom Bäckerladen


Also, ihr lieben wohlerzogenen Blogger, ich habe das so gelernt, dass man auf BITTE mit DANKE antworten sollte. Sonst gab ´s früher als Kind schnell mal eins hinter die Ohren für schlechtes Benehmen. Vorausgesetzt ist natürlich, dass der Jemand einem einen Gefallen getan hat und man sich dafür bedankt.

Nun hat sich aber eine neue Art von Menschen entwickelt, die sogenannten „Bitteschön-Ladys“ vom Bäckerladen. Sie sagen generell bitteschön, egal, ob sie einem die Brötchen reichen, oder das Wechselgeld aushändigen. Folgedessen kommt man in eine echte Konfliktsituation, denn man müsste sich ja nun auch erziehungskonform für Wechselgeld und Aushändigung der Ware bedanken. Hä, irgendwas stimmt hier doch nicht, oder? Das Wechselgeld steht einem doch sowieso zu und die Ware hat man ja schließlich gekauft und damit sogar das Gehalt der Bäckereiverkäuferinnen bezahlt. Und trotzdem noch danke sagen, nee! Wie wäre es denn, wenn die „Bitteschön-Ladys“ mal erwidern „Vielen Dank für ihren Einkauf“ oder einfach nur „dankeschön“. NEIN, für die Herausgabe des Wechselgeldes bedanke ich mich nun wirklich nicht!

Woran liegt das mit den „Bitteschön-Ladys“? Mir ist aufgefallen, dass die jüngeren Mitarbeiterinnen sich keinen Zacken aus der Krone brechen mit den Worten „danke“. Ebenso wünschen sie einem meistens noch einen schönen Tag und es zuckt ihnen sogar ein freundliches Lächeln über die Lippen. Da fühlt man sich doch schon sehr gut bedient in so einem Bäckerladen und würde aufgrund der angenehmen Bedienung freiwillig noch einen Cent mehr für das Brötchen zahlen. Und warum haben das die älteren „Bitteschön-Ladys“ nicht drauf? Also ich vermute mal, dass sich die Chefin nicht traut, ihnen zu erklären, wie man sich gegenüber Kunden verhalten sollte und die jüngeren lernen das in der Berufsschule im Rahmen ihrer Ausbildung.

So eine ähnliche Konstellation hatten wir mal in dem Großbetrieb, meinem ehemaligen Arbeitgeber. Da wurde eine Abteilung mit unterschiedlich qualifizierten Mitarbeitern „zusammengewürfelt“ und nur mit einer Fachkraft, die aber von Menschenführung und Einarbeitung keine Ahnung hatte, ausgestattet.  Die Mitarbeiter tanzten ihm auf der Nase herum und jeder wanderte in irgendeine Richtung ab, nämlich in die eigene. Es dauerte nicht lange, da lief die Abteilung katastrophal. Viel zu spät hatte die Firmenleitung erkannt, dass es unabdingbar war, einen kompetenter Mitarbeiter einzustellen, der den Leuten erst einmal plausibel machte, was sie im Kern zu tun hatten. Der kommerzielle Schaden, der durch die schlecht funktionierende Abteilung in der Zwischenzeit angerichtet wurde, war immens und die Abteilung funktionierte noch lange Zeit schlecht. Hätte man den Mitarbeitern vorn von herein erklärt, wo es langgeht und ihnen die Chance geboten, sich nach einer gewissen Einarbeitszeit unter fachkundiger Aufsicht zu entwickeln, würde sich die Abteilung mit Sicherheit zum Positiven entwickelt haben.

Also, um nochmal zurückzukommen auf die „Bitteschön-Ladys“. Was mich auch noch aufregt ist die Tatsache, dass oftmals eine Guterkunde/Schlechterkunde-Politik betrieben wird? Dem einen Kunden wünscht man einen guten Tag, dem anderen nicht. Deutschland ist die Nr. 1 unter den Bäckerläden und deren Auswahl und da ist es ein Leichtes die Backwaren dort zu kaufen, wo man auch heute noch als Kunde behandelt wird und mindestens mit einem DANKE und nicht mit einem BITTESCHÖN!foto-67c-49b-bitteschonladys

herbstliche Gedanken


Astern blühen schon im Garten,
Schwächer trifft der Sonnenpfeil.
Blumen, die den Tod erwarten
Durch des Frostes Henkerbeil.

Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
unbewegt im Blauem Duft.

Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
Welke Rosen, reife Frucht.

(„Herbst“ von Detlev von Liliencron)

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(Diese beiden schon etwas älteren Damen saßen im Schlosspark von Hardenberg)