die LETZTE Walnuss …


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… habe ich in Nachbars Garten gerade noch entdeckt, bevor auch sie von „Nussdieben“ vereinnahmt wird. Ja, diese Nussdiebe, morgens um 7 – da schlafe ich noch – macht es plog, plog, pog. Wutentbrannt stehe ich auf und schaue am Fenster. Ein Schatten streift durch das nasse Gras und hat einen weißen Plastikeimer in der Hand. Er sammelt sie auf, die Walnüsse und jedesmal macht es laut plog, wenn er eine in den Eimer wirft.

Auch tagsüber sind die Nussdiebe zugange. Da kam schon einmal ein Kleintransporter und eine männliche Person schleppte mehrere Jutesäcke (Jütesücke) an und füllte sie – angeblich für Eigenbedarf – mit den herrlichen wohlschmeckenden Walnüssen. Aber vielleicht bekam sein Gemüseladen danach einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gönnen wir es ihm! Alle Säcke waren jedenfalls voll, denn der Baum ist riesig und ergiebig.

Natürlich machen sich auch weibliche Personen an dem Baum zu schaffen. Eine davon sammelte zur Haupterntezeit mehrere Eimer voll, obwohl sie von den Vorjahren eigentlich noch genug hatte, sagte ihr Sohn. Da hat man es mal wieder, wenn es was umsonst gibt, wird die Gier unermesslich.

Und ich armer Teufel, der an der Quelle wohnt, was mache ich? Ich könnte mir immerhin auch ein paar Eimer füllen, aber ich esse selten Walnüsse und außerdem sind sie in schmackhaften Nussmischungen enthalten und die bezahle ich sogar.

Ein Lob muss ich dennoch aussprechen, nämlich, dass der Walnussbaumbesitzer dieses rege Treiben um seinen Baum überhaupt duldet. Das finde ich schon bemerkenswert.

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18 Gedanken zu “die LETZTE Walnuss …

  1. mein nussdieb ist etwa unterarm lang, hat rotes fell und wohnt auf dem dachboden. der ist geduldet (und schneller wie die katzen :p), jedem anderen wuerd ich kirmes am popes verpassen. dein nachbar scheint die ruhe weg zu haben.
    funfact: wallnussbaeume produzieren aetherische oele, welche muecken abschreckt.

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  2. Elisabeth Berger

    Tolle Bilder sind das! Der Baum ist herrlich!

    Vielleicht ist der Baumbesitzer schon etwas älter und kennt das „Hamstern“ im/nach dem Krieg noch persönlich und ist deshalb so gechillt😊
    Aber da hat der Jürgen schon Recht, ein Wunder, daß es in diesem Fall nicht schon wieder gerichtlich geht!
    Ich denke mir aber auch, wenn ich diese Nußmenge nicht selbst verarbeiten kann, ist es toll, wenn’s jemand aufsammelt, der’s nötig hat. Den Besitzer aber vorher zu fragen, wäre natürlich angebracht!
    Wenn wir außerordentlich viele Zwetschgen oder Brombeeren haben, verschenken wir sie natürlich auch. Manchmal kann man sie ja gar nicht alle verarbeiten oder einfrieren.
    Nachdem jetzt vielen „Tafeln“ in einigen Städten die Puste ausgeht, wegen zu viel Zulauf, wäre es toll, wenn der Obst- oder Gemüseüberschuß in den Gärten vermehrt dort abgegeben würde.
    Früher hat man die Straß’äpfel eingesammelt und war froh drüber.

    Hab‘ einen schönen Restsonntag😊
    LG Elisabeth

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    1. Dankeschön, keine Ahnung, ob sie gefragt haben, die „Nussdiebe“. Eigenartig war schon, dass sie beim Sammeln so verstohlen nach rechts und links geguckt haben :-), bis auf den Nüssdüb mit seinem Jütesücken.
      LG und auch einen schönen Sonntag,
      Alexander

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