Gefängnis


Zuerst rannte ich mit dem Kopf gegen die Wand
Und rüttelte an den Stäben.
Ich verfluchte Tod und Leben.
Und steckte mit meinem Blick das ganze Gefängnis in Brand.
Das vergitterte Fenster oben war blind und klein.
Ich wusste nie, ob die Sonne schien oder Regen.
Ich hungerte und hatte tausend Mägen.

(Auszug aus „Verse aus dem Gefängnis“
Militärgefängnis Nürnberg, April 1919)

Foto-64a-(24)-Gefängnis

2 Gedanken zu “Gefängnis

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