Jetzt oder nie!


Foto-62f-(25)f-packs-an

Zu welcher Kategorie von Menschen gehörst du? Bist du ein spontaner Mensch, der alles immer gleich jetzt und sofort haben möchte? Oder bist du eher besonnen, der in jede Richtung abwägt, sich nie sofort entscheidet und sowieso erst einmal eine Nacht darüber schlafen muss? Oder trägst du von allem etwas in dir?

Ich finde, die spontanen Menschen haben mehr Freude und Begeisterung an den Dingen. Diese Menschen müssen natürlich auch mal Fehlentscheidungen in Kauf nehmen, aber das sind eben die Erfahrungen. Sich überhaupt für etwas begeistern zu können, setzt Emotionen und Glücksgefühle frei und das sollte man sich so lange wie möglich erhalten.

Natürlich muss der spontane Mensch auch an sein Portemonnaie denken und gravierende Anschaffungen mit der Familie abstimmen, aber eben nicht alles. Ein Hobbyfotograf z. B. wird seine Frau nie fragen, ob er dieses neue geile Objektiv oder diese supermegacoole neue Kamera unbedingt kaufen muss, er tut es einfach, wenn er die Mittel dazu hat. Die Frau würde ohnehin nur sagen „muss das wirklich sein“ oder „sind die alten Geräte nicht mehr gut genug“ oder „da machst du doch wieder hohe Verluste“.

Ebenso sollte man den Kauf eines neues Smartphones nie mit der Frau abstimmen, denn hin und wieder braucht der Mann eben ein neues Spielzeug und solange er nur damit spielt, kann sich doch die Frau eigentlich nicht beklagen, oder? Und außerdem wir Männer lassen uns unser Kind im Manne sowieso nicht nehmen.

Dann gibt es natürlich Leute, die müssen alles mehrfach überlegen, es nach jeder Seite abwägen und können sowieso nichts sofort entscheiden, weil sie erst einmal eine Nacht darüber schlafen müssen. Sicherlich, erstmal eine Nacht vergehen lassen bevor man jemanden eins auf die Glocke haut, der einen soeben beleidigt hat, ist nicht verkehrt, aber das meine ich nicht. Ich meine die permanente Unentschlossenheit, die letztendlich dazu führt, dass man in keiner Situation „in die Pötte kommt“ und dadurch die Prozesse enorm verlangsamt werden. Haben diese Abwäger und Überleger überhaupt Freude an neuen Dingen, oder können sie sich überhaupt noch für etwas begeistern? Sicherlich, beim Kauf eines neues Rasenmähers steht die Zweckmäßigkeit im Vordergrund. Der soll ja auch nur gut funktionieren und nicht schick aussehen. Neuanschaffungen ausschließlich nach Zweckmäßgkeit zu entscheiden, würde doch sicherlich einer Frau beim Schuhkauf nicht gerade dienlich sein.

Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, den nannten wir immer den „60-Cent-August“ (Name wurde geändert). Warum? Na, weil er immer nur 60 Cent in der Tasche hatte, sozusagen für den Notfall. Und wenn der mal was kaufen wollte, dann wüsste er das vorher und würde sich dann den passenden Betrag mitnehmen, sagte er sich. Auf meine Frage, was machst du denn, wenn du das absolute ultimative Sonderangebot siehst und nur die 60 Cent in der Tasche hast. Er erwiderte, dass er sich dann die Ware zurücklegen lassen würde.

Nun gut, der 60-Cent-August war ohnehin ein eigenartiger Mensch. Er vertraute niemals einer Bank (was heutzutage eigentlich auch nicht verkehrt ist) und hortete sein Vermögen zu Hause. Er trug immer eine scharfe Waffe bei sich, weil er Angst vor Überfällen hatte. Eigentlich unlogisch, wegen 60 Cent! Aber das Schlimmste war, dass er einen dermaßen unterirdischen Tee kochte, der so penetrant roch, dass man sein Büro nicht betreten konnte, ohne dass es einem übel wurde. Egal, schieben wir ihn beiseite, den 60-Cent-August und lassen wir ihn mit seinem gehorteten Vermögen sein Glück, wenn er überhaupt eins hat.

Egal ist eigentlich auch, zu welcher Kategorie von Menschen man selbst gehört, zu den Spontanen, zu den Unentschlossenen oder zu denen, die von jedem etwas in sich tragen. Wichtig ist, dass man an den Dingen, die man tut, Freude hat, sich noch begeistern kann, die Begeisterung noch eine Weile anhält und nicht in ein tiefes leeres Loch fällt, wenn die Neuanschaffung erledigt ist. Bei aller Begeisterung und Spontaneität sollte man natürlich auch noch eine Akzeptanz bei den Mitmenschen finden, damit man nicht zu einem Eigenbrödler oder Eremiten abgestempelt wird. Auch der Mensch ist ein Herdentier und muss sich irgendwie in die Herde einfügen können.

Abschließend sei erwähnt, dass man heutzutage niemals nur 60 Cent in der Kippe haben sollte! Es sollten mindest 20 € sein, denn wenn man mal überfallen wird – was ich natürlich keinem wünsche – wird der Verbrecher erst richtig sauer, wenn er nur 60 Cent bei einem findet und haut vor Wut noch einmal richtig drauf. Aber vielleicht trifft man ja auch auf einen humanen Verbrecher, der Mitleid hat und einem die 20 € selbst zusteckt. hihihi 😀

Werbeanzeigen

Filmtipp


Mensch, was bin ich aufgeregt. Dieser Film kam soeben per Post (war im Sonderangebot):

 

 

Heute Abend werde ich ihn mir reinziehen und hoffe, dass mich auch die Akustik überwältigen wird. Foto-62f-(23)b-FilmtippEndlich wurde einer der besten Seefahrerfilme „Moby Dick“ neu verfilmt. Es soll mehr als geglückt sein, obwohl natürlich die schauspielerischen Leistungen von Gregory Peck als Kapitän Ahab nie erreicht werden können. Foto-62f-(26)-FilmtippWir leben nun einmal in einem digitalen Zeitalter und somit hat sich auch unser Filmgeschmack angepasst. So lange die digitalen Tricks gut und authentisch gemacht sind und auch das Gesamtpaket stimmt, werden wir an den neuen Filmen auch unsere Freude haben. Ich lass mich mal überraschen.

 

Zur Handlung des Films:

Im Winter 1820 überstand die Besatzung des amerikanischen Walfängers Essex einen Angriff, dessen Wucht sämtliches Vorstellungsvermögen der Seeleute überstieg: Ein gigantischer Wal entwickelte bei seiner Attacke einen menschenähnlichen Drang nach Vergeltung. Die authentische Schiffskatastrophe inspirierte Herman Melville später zu seinem Roman „Moby Dick“. Doch das Buch erzählt nur die halbe Geschichte. „Im Herzen der See“ zeigt den qualvollen Überlebenskampf der verbliebenen Besatzung, der die verzweifelten Seemänner dazu bringt, Unvorstellbares zu tun. Stürme, Hunger und Panik nötigen die Männer dazu, den Wert des menschlichen Lebens und die Ethik ihres Berufs infrage zu stellen, während sich der Kapitän auf dem offenen Meer zu orientieren versucht und der erste Offizier an seinem Plan festhält, den großen Wal doch noch zu erlegen. Ein bildgewaltiges Abenteuer von Ron Howard über die Ereignisse, die Herman Melville in seinem Klassiker „Moby Dick“ niederschrieb!