Väterlicher Muttertag


Viele erwachsene Kinder erinnern sich lediglich am Muttertag daran, dass sie überhaupt eine Mutter haben und überschütten sie dann mit übertriebenen Schlechten-Gewissen-Geschenken.

Ist das der Sinn des Muttertages? Nein! Wichtiger wäre es doch, wenn den Kindern das ganze Jahr bewusst wird, dass sie eine Mutter haben und ihr das in Form von Liebe, Zuwendung und regelmäßigen Besuchen danken.

Bei unseren beiden Töchtern trifft gottlob letzteres zu und ihre Mutter kann sich in dieser Hinsicht wirklich nicht beklagen und so war es heute auch wieder. Die beiden Mädels kümmerten sich um sie und verdeutlichten ihr, dass sie sie nicht nur heute lieb haben. So sollte es eigentlich auch sein. Kleine Geschenke als Geste der Liebe gehörten natürlich auch dazu.

Tja, und der Vater, was machte der heute? Ich dachte mir, bevor ich am Muttertag herumstehe wie klein Doofi mit Plüschohren und keiner mit mir redet, feiere ich für mich alleine einen väterlichen Muttertag. Da ich kein Planungsmensch bin und eher zur Spontanität neige, griff ich auf etwas Altbewährtes zurück, mein Fahrrad. Ich bretterte also von der wunderschönen Domstadt Fritzlar entlang unendlicher gelber Felder:

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nonstop über Affoldern, Hemfurth und linksseitig den Edersee entlang bis Rehbach, einem kleinen Ort direkt am Edersee. Oberhalb von Rehbach hat man vermutlich den schönsten Blick auf den See:

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sorry, den meine ich nicht, sondern diesen hier:

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Zuvor rief mir meine Frau noch hinterher: „Fahr vorsichtig und nicht so schnell“. Ich erwiderte: „Na klar, Schatz, ich pass schon auf.“ Nun gut, vorsichtig bin ich gefahren, aber langsam fahren macht doch überhaupt keinen Spaß,

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vor allen Dingen, wenn ein Akku versucht an mir vorbeizusäuseln!

Ich denke immer, da kommt doch schon wieder eine Straßenbahn und trete dann kräftiger in die Pedalen. Zugegebener Maßen bei Steigungen haben diese Akkus (E-Bikes) echte Vorteile, aber ich komme bislang auch ohne Akku noch jeden Berg hoch.

Wie gesagt, die Hinfahrt zügig nonstop und die Rückfahrt moderat. Da blieb dann auch noch etwas Zeit für Handy-Fotos, denn an dieser schönen Gegend, dem Waldecker Upland kann man sich einfach nicht sattsehen und es bietet immer und immer wieder neue Motive und verändert permanent sein Gesicht.

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Natürlich musste ich mich irgendwann stärken, so dass aus dem väterlichen Muttertag sogar ein vorgezogener Vatertag geworden ist (aber bitte nicht petzen!):

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Und wer nicht genügend Taschengeld dabei hat, kein Problem an der Eder, weil man es mit Goldschürfen aufbessern kann:

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19 Gedanken zu “Väterlicher Muttertag

  1. Wow wie schön am See bei Traumwetter. Du hast aber auch einen Affenzahn drauf… Hut ab!
    Bin heute auch durch die Rapsfelder gewandert, das sieht sooo schön aus und im Moment riecht alles so toll. Ich liebe es! 🙂

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  2. Oh wow, was für eine schöne Gegend für eine Radtour, da hast du es dir aber richtig gutgehen lassen. das ist schön.

    Und ich dachte schon die 59kmh sind nur durch Treten….tzzz. :))

    Ich werde morgen, oder übermorgen eine größere Tour machen, bin nämlich diese Woche im Urlaub *freu*

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  3. Ich fahre immer mit dem Rad zur Arbeit. An den freien Tagen lasse ich das Gefährt dann stehen. Es ist auch nicht so ein Modernes – so mit Akkus und so. Aber das Rad kaufte ich, als mein Kind noch klein war und machte mit ihr dann Ausflüge (dafür hatte ich auch so einen Kindersitz). Daran erinnert sich meine Tochter heute noch, weil sie das großartig fand. Deswegen kann ich es auch nicht weggeben….

    Gestern hat meine Tochter mich nicht besucht. Nur eine SMS geschrieben. Aber angekündigt, dass sie noch in der Woche kommen wird – mit einem Geschenk! Also, alles gut!

    LG Luise

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    1. Die Metallsitze haben wir damals für unsere Kleinen auch benutzt. Heute gibt’s da bessere Kindersitze. Ich habe 3 tolle moderne Räder, aber alle ohne Akku. Wünsch dir eine gute Nacht

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  4. Das machst du genau richtig Alexander und in dieser herrlichen Gegend,
    ja auch ein Genuss !!!

    Tolle Fotos hast du mitgebracht und was du über den Muttertag geschrieben hast, da steh ich voll hinter dir :yes:

    Danke für’s mitnehmen
    und einen sonnigen Abendgruß,

    Uschi

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  5. Ich war zwar an diesem Muttertag von allen guten Geistern (äh…, Töchtern) verlassen, denn die sind mit Ehemännern just am Sonntag Richtung Elbsandsteingebirge abgeschwirrt, aber angerufen haben sie natürlich. Und ohnehin halten wir es auch so: Jeder Tag ist Muttertag. Einen besonderen Tag brauchen wir nicht.

    Übrigens stelle ich mir die Diskussion mit der Bedienung im Biergarten lustig vor, wenn man versuchen würde mit seinem Goldfund zu zahlen.

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  6. Ich schließe mich deiner Meinung über den Muttertag voll an. Für Floristen und Geschenkartikelgeschäfte ist der Muttertag einer der wichtigsten Geschäftstage im Jahr. Und das ist der ganze Sinn des Muttertages, den Kindern das Geld aus der Tasche locken und ein schlechtes Gewissen machen.
    Mein Sohn sagt mir auch mehrmals im Jahr, dass er mich lieb hat und schickt zwischendurch, einfach mal so, einen Blumenstrauß vorbei. Das freut mich dann besonders.

    Die Fotos sind wieder toll geworden und sie laden zum Verweilen ein. Da bekommt man richtig Lust vorbeizuschauen. Danke für Zeigen!!

    LG Piri

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